Kategorie - Wonderland


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Alles Gute zum Kuttertag! Hamburg feiert den 825. Hafengeburtstag

Wenn Muttertag und Hafengeburtstag sind, kann da schon mal ein Kuttertag bei rauskommen. Alles Gute, alter Hafen. Und allen Müttern einen wundervollen Muttertag! Statt Blumen und Pralinen gibt’s heute Kutter. ;o)

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Edelfrosch ist Aussteller in der Nadelwerkstatt in Eimsbüttel

Als Hilke von den Maschenproben mich fragte, ob ich im Mai das Schaufenster der Nadelwerkstatt dekorieren würde, sprang ich erst mal aus dem Fenster. Nicht weiter dramatisch, denn ich landete  – wie immer – im Garten. Und dort suchte ich – wie immer – Inspiration. Ein Schaufenster dekorieren, ogottogott. Ich, die Textfrau? Aber ich freute mich sehr und hatte auch schnell ein paar Ideen, die ich in ein Notizbuch kritzelte. Das sah sehr lustig aus, ich will es euch lieber vorenthalten…

Nun. Heute war es dann soweit und ich rückte mit meinen vielen Dingen in der Nadelwerkstatt an. Die Kinder waren hilfsbereit und trugen Kram und Krempel, während ich das vollbepackte Fahrrad schob. Nach zwei Stunden war es dann vollbracht: Ein Schaufenster, das mir sehr entspricht – mit Märchen, Augenzwinkern, Poesie und einer Portion Liebe. Und toller Wolle von Hilke!

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Das Tuch mit den Perlen hat übrigens Hilke gemacht. Ist es nicht wundervollst?! „Mein“ Schaufenster ist den ganzen Mai in der Sillemstraße 102 zu bewundern. Also bei uns um die Ecke. Wäre doch mal ein guter Grund, sich mit mir zum Kaffee zu verabreden. ODER? :o)

Ach ja… Wie ihr auf den Bilder gesehen habt, ist der rote Hut im Mai dienstlich unterwegs. Deshalb kann die Dame mit Hut aka Faceless erst im Juni weiter fotografieren. Im Mai werde ich mich dann auf andere Dinge stürzen. Im Garten habe ich neulich so herrlich Inspiration gefunden…

Ameise in Landschaft – Bildidee und Umsetzung

Ein mit Gelbflechte überzogener Stock zog neulich meine Aufmerksamkeit auf sich. Ich hatte gleich ein Makro-Szenario vor Augen: Schwarz Ameise läuft durch gelbe Landschaft. Der Stock wanderte also in meine Tasche und durfte mit nach Hause. Am nächsten Tag rollte ich meine Yogamatte auf der Terrasse aus, um auf eine geduldige Ameise zu warten. Pustekuchen! Erst kam keine vorbei, und dann kam plötzlich eine mit einem Affenzahn anlaufen, dass ich mit den Augen fast nicht hinterherkam. Es hat einige Anläufe gebraucht, bis sie sich auf den Stock bequemen wollte, den ich ihr nachschmiss. Hier ist das Ergebnis!

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Guerilla Fototour Hamburg – Mit Monika Lauber im Dschungel der Großstadt

Wie ihr wisst, schleppe ich seit 3 Monaten meine Kamera überall mit hin, um die Bildsprache zu lernen. Ich gewöhne mich langsam an all die Knöpfe und Drehrädchen und das Menü der Kamera. Die Überforderung nimmt langsam ab und die Freude am Fotografieren nimmt zu. Ich sehe das wie Grammatik lernen. Erst denkt man „???“, dann denkt man „!??“, dann kommt irgendwann „!!!“ und dann beginnt der virtuose Tanz mit den Wörtern. Beim Fotografieren ist das ähnlich. Ich bin jetzt bei „!??“ angelangt, die ersten Schritte sind definitiv getan. Und zu den ersten Schritten gehört u.a. die Guerilla Fototour von Fotografin Monika Lauber! Die Guerilla Fototour Bildgestaltung, um genau zu sein. Bei diesem Workshop geht es vor allem darum zu erkennen, was ein gutes Bild ausmacht. Hier ist also mein Bericht. Die Fotos, auf denen ich abgebildet bin, hat Moni gemacht.

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Die Fototour begann mit einem Kaffee und etwas Theorie – wir haben den Farbkreis besprochen, Linienführungen und Achsen angeschaut, nochmal das virtuose Trio Blende/ISO/Belichtungszeit durchgekaut, ein paar Geheimnisse von Moni erfahren und dann ging es auch schon raus auf die Straße – denn Guerilla findet sicher nicht bei Kaffee und Kuchen statt! Wer die Sternschanze  kennt, weiß: Da gibt es viel zu entdecken. Vielleicht sogar zu viel (oder gar viel zu viel). Deshalb sind wir schnell in einen Park abgebogen, der uns viel Platz und Motive geboten hat.

Hätte ich den Ort für das Guerilla Shooting aussuchen sollen, wären wir vermutlich an einem leiseren Ort gelandet; persönliche Präferenz. Anfangs war ich von den Farben und Dimensionen der Graffitis leicht überfordert, aber dann hat sich mein Blick doch schnell wieder auf meine persönliche Wahrnehmung eingestellt und ich konnte die leisen Momente ablichten, die ich entdeckte. Menschen wollte ich nicht fotografieren – und wenn, dann nur von hinten. Vielleicht könnt ihr an meinen Bildern sehen, was ich mit leise meine.

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Durch Monis intensive Betreuung konnte ich mich von meinen gewohnten Einstellungen lösen und viele neue Kniffe und Knöpfe kennenlernen. Bisher habe ich vor allem mit der Blende gespielt. Bei der Guerilla Fototour war alles auf Manuell und ich musste bei jedem Bild neu nachdenken, was nun sinnvoll ist. Da waren die Graffitis dann doch sehr dankbare Modelle! :o)

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Nach einem intensiven Shooting im Park und bei den Skatern ging es dann in den Schanzenstern zum Mittagessen. Wir haben unsere Bilder angeschaut und analysiert, und Moni hat viel konstruktive Kritik gegeben, die ich wie ein Schwamm aufgesaubt habe. Danach ging es wieder auf die Straße, wo wir unser neues Wissen vertiefen und neue Motive entdecken konnten. „Hast du den Ballon?!!“

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Die Guerilla Fototour richtet sich an Bloody Beginner („???“) und Bildgestalter („!??“ und „!!?“). Moni vermittelt technisches und gestalterisches Wissen auf unkomplizierte Art und Weise, und ermutigt dazu, im Dschungel der Großstadt auf die Pirsch zu gehen und die Dinge auch mal anders zu sehen. Denn jeder hat ja seinen ganz persönlichen Blickwinkel und Geschmack. Da ist es durchaus sinnvoll, wenn einer kommt und dir Sachen vor die Nase hält, die du normalerweise nicht wahrnimmst. „Guck mal, hast du die Linienführung gesehen? Veränder mal deine Achse und schau, wie das Bild dann wirkt.“ Wir haben viel geknipst, viel gelöscht und vor allem viel Spaß gehabt: „Warum hast du das geknipst?“ „Habe ich das wirklich geknipst? Ist ja schrecklich!“

Zum Abschluss noch ein paar Schwarz-Weiß-Bilder, die eigentlich für die Mülltonne bestimmt waren. In S/W gefallen sie mir ziemlich gut. Und erkennt ihr die kleine Tür zum Wunderland wieder? :o)

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KOLUMNE: Manche mögen’s weiß

Eine regelmäßige Kolumne in Print hat mir gerade noch gefehlt. Das meine ich ernst! \o/ Auf viele schöne und lustige Hochzeits-Kolumnen im marryMAG, dem neuen kreativen Hochzeitsmagazin.

Die letzte Kolumne Denn Sie wissen ja, was Sie tun hat nach den Gründen gefragt, warum Paare eigentlich heiratet. Heute geht es mit Manche mögens‘ weiß um Brautmode. Weiß ist nämlich eine sehr schöne Farbe und nicht nur im Kampfsport sehr beliebt. Da ich selbst in Knallrot geheiratet habe und entsprechend keine geeigneten Bilder für diesen Blogbeitrag hatte, freue ich mich umso mehr, dass MARRYJim mir wundervolle Fotos von Bräuten in Weiß bereitgestellt hat. 1000 Dank! Mit Ulli von MARRYJim habe ich vor einiger Zeit mal ein Interview geführt. Wundervolles Konzept, Brautkleider zu verkaufen. Zum Beispiel dieses zauberhafte Aschenputtelkleid hier:

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Sooo, nun aber zur KOLUMNE Manche mögen’s weiß!

Das mit der Liebe ist ein Kinderspiel! Zumindest, wenn man es mit dem Kauf eines Brautkleides vergleicht. Soll es prickelnd wie Champagner sein, oder eher leicht wie Baiser? Oder vielleicht doch luftig-süß wie Zuckerwatte? Wenn Sie sich Gedanken über den Schnitt und den Stoff gemacht haben, kommt die schwerste Entscheidung: In welcher Farbe wollen Sie heiraten? Heutzutage ist ja alles möglich. Wenn Sie in Weiß heiraten wollen, wird das mit dem Kleid allerdings schwierig. Denn wissen Sie, wie viele Weißtöne es gibt? Und wissen Sie, welcher Farbtyp Sie sind? Ich sage es mal so: In Weiß heiraten könnte kompliziert werden. Aber das soll Sie bitte nicht davon abhalten.

Fangen wir mit den Weißtönen an. Da haben wir Reinweiß, Schneeweiß, Antikweiß, Eierschale, Rauchweiß, Muschelweiß, Perlweiß, Cremeweiß, Polarweiß, Signalweiß, Brillantweiß und Grauweiß. Beliebt sind auch Elfenbein, Alte Spitze und Altweiß. Und das ist nur eine kleine Auswahl, fragen Sie mal in einem Brautmodengeschäft nach. Es gibt vermutlich so viele Weißtöne wie es Bräute gibt.

Mit den Farbtypen sind wir schneller durch: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Dass dem Wintertyp Schneeweiß besonders gut steht, kann man sich leicht merken. Alles andere ist eher verwirrend. Wenn Sie in Weiß heiraten wollen, lassen Sie sich am besten von der netten Dame im Brautmodengeschäft beraten.

Ich kannte mal eine Frau, die war sehr verliebt und wollte ihren Freund heiraten. Da sie beide nicht viel von Konventionen hielten, beschlossen sie, in Hose und Pulli zu heiraten – schließlich ging es um ihre Liebe und nicht darum, wie Braut und Bräutigam auszusehen. Die Frau wollte sich für die Hochzeit einen neuen Pullover kaufen, denn obwohl rebellisch und gegen die Konvention, sollte es doch ein besonders schöner Pulli sein. Sie suchte und suchte, fand aber nichts, was ihr gefiel. Und weil sie den perfekten Pullover nicht fand, schaute sie sich gelangweilt die anderen Teile an, die da auf der Stange hingen. Da sprang ihr ein rotes Kleid ins Auge, ein Traum in Bonbonfarbe und genau ihr Stil. Weil sie aber stur war und unbedingt in Wollpulli heiraten wollte, ging sie aus dem Geschäft. Doch das rote Kleid ließ sie nicht los. Und so schlich sie heimlich zurück, schlüpfte in das Kleid, um sich zu vergewissern, dass es eine blöde Idee war, und kaufte es, weil es natürlich absolut perfekt war.

Ich weiß, was Sie jetzt durchmachen, und ich kann Sie beruhigen: Sie werden das Kleid nur einmal brauchen. Würden Sie es jeden Tag anziehen wollen, dürften Sie jetzt verzweifeln. Denn die Suche nach dem perfekten Kleid ist hoffnungslos. Das ist wie mit der Liebe, die läuft einem einfach über den Weg. Und sie hat nichts mit Ihrem Kleid zu tun und schon gar nichts mit der Farbe. Ist doch irgendwie beruhigend.

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Fotocredits (mit freundlicher Genehmigung von MARRYJim):

Bild 1: Gueule d’Ange, Fotograf: Matthieu Spohn

Bild 2: Calesco Couture

Bild 3+4 Michel Mayer, Fotograf: Ernst Kainerstorfer, Model: Kira, Stella Models

Frühlingsgrüße aus dem Wunderland

„Mama, spielst du mit unserem Plemo? Warum liegst du im Garten auf dem Trampolin? Hast du ein Ei weiß angemalt?“

Hier seht ihr die Ausbeute meines kleinen Streifzugs durch den Garten. Für mein Frühlings-„Shooting“ galt: Man nehme, was man hat. Also Plemo, Garten und ein bisschen Fantasie. ;o)

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1 Bild & Gedanke: Jedes Abenteuer beginnt im Kopf…

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DIY: Tulpeneier für Ostern // Eiertulpen für jeden Tag

Was tun mit einem Strauß welker Tulpen? Was tun mit einem Nagellack, den man so gut wie nie benutzt? Was tun mit all der Zeit, die man nicht hat? Hmmmm. Wie wäre es mit Tulpeneiern, die auch locker als Eiertulpen durchgehen? Ist schließlich bald Ostern. Und mein Tulpenfieber ist auch ganz akut.

Tulpeneier

Als erstes habe ich also den Tulpenstrauß gerupft und die Blätter in einem dicken Kunstbuch gepresst – in der leisen Hoffnung, dass die Kunst auf die Blumen abfärbt. Die Blütenblätter sahen nach drei Wochen so aus:

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Ein kleines bisschen hat abgefärbt, würde ich sagen. Als nächstes habe ich ausgeblasene Eier mit Wasserfarbe bemalt und für die Kinder (und euch natürlich) ein bisschen Quatsch mit den getrockneten Tulpenblättern gemacht…

Eier

Und dann wurde jeweils ein Blatt mit dezent schillerndem Nagellack (1a Naturkosmetik von Sante) auf die Eier geklebt – für den mondänen Schimmer. Wie man sieht, hat der Nagellack auch Farbe und Blütenblätter wasserfest gemacht. Ich hab’s im Regen ausprobiert.

Tulpe7klein

Also mir gefallen die Tulpeneier/Eiertulpen. Und ich werde bis Ostern noch ein paar machen. Prima Zeitverschwendung und eine gute Verwendung verwelkender Tulpen.

Die fabelhafte Welt der Wassertropfen. Alltagspoesie im zartgrauen Garten

TropfenFantasie3kleinTropfenFantasie6kleinTropfenFantasiekleinTropfenFantasie2klein

Winzige Tropfen, in denen sich die Welt ein klitzekleines bisschen spiegelt. Kleine Geschenke in der müden Landschaft.