Kategorie - Photography


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Entschuldige dich nicht für deine Leidenschaft, sagt Fotografin Brooke Shaden

Heute bin ich auf die Fine Art-Fotografin Brooke Shaden und ihr „Promoting Passion“-Blog aufmerksam geworden. Brooke macht nicht nur atemberaubende Bilder, sie hat auch eine äußerst inspirierende Art, über Leidenschaft zu sprechen. Ich könnte den ganzen Tag ihre Videos anschauen, in denen sie über Fotografie, Kunst und Leidenschaft redet und uns einen Einblick in ihre durchaus faszinierende Gedankenwelt gewährt. Was mir besonders gut gefallen hat, ist die Botschaft: „Don’t apologize for your passion“. Denn reden wir nicht die Dinge, die wir machen und lieben, häufig klein und entschuldigen uns womöglich sogar dafür? „Das war nur ein Versuch“ ist ein harmloser Satz. Aber er bremst uns in dem, was wir tun und macht das Ding, das wir lieben, klein.

Wenn du fliegen willst, darfst du dich für deine Leidenschaft nicht entschuldigen! Und wenn du fliegst, machen andere es dir vielleicht nach. Ich meine nicht, dass sie dich kopieren. Sondern dass sie ebenfalls anfangen auf ihre Art zu fliegen und ihre Leidenschaft zu leben und zu zeigen. Da will ich hin! :o)

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Ich wünsche allen ein schönes und leidenschaftliches Wochenende! Nehmt euch Zeit für das, was ihr liebt. Und zeigt es der Welt, denn: „Action inspires action. The best way to motivate someone is to dive in first. Others will follow in their own way and time.“ Thanks for that, Brooke! <3

Die Unvollkommene. Art unfinished

Ein Blumenstrauß ist eine feine Sache. Noch besser gefallen mir einzelne Blumen. Zum Beispiel diese Unvollkommene.

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Ist dir das auch schon mal passiert, dass eine Blume irgendwie „unfertig“ erschien? Das erinnert doch fast an Alice im Wunderland, wo die Rosen angemalt werden…

Follow me to Wonderland! Faceless goes fairy tale in the Heath

Eine Stunde von Hamburg entfernt liegt das Büsenbachtal (Nordheide), das eigentlich zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert ist. Besonders reizvoll ist die Landschaft, wenn die Heide blüht – dann verwandelt sich das Büsenbachtal in eine lila-grüne Märchenlandschaft. Wegen des Dauerregens sind die Bilder ein bisschen diesig, was den leicht unheimlichen Charme in meinen Augen noch unterstreicht. And now follow me to Wonderland! Because it’s all in your head.

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Ach ja! Der formidable Mantel ist übrigens ein Teil aus der NoaNoa-Kollektion. Pflaume-Mauve kann man immer mal wieder tragen – so wie die Heide eben.

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Faceless spielt Schattendame im Treppenhaus

„Ich wusste gar nicht, dass wir ein schönes Treppenhaus haben!“, sagte mein Schwiegervater neulich, als ich mit Kamera und Stativ im Hausflur verschwand. Also wirklich schön würde ich das Treppenhaus nicht nennen. Aber das Abendlicht fiel ziemlich perfekt durch die Fenster und ich sah vor meinem inneren Auge Faceless als Schattendame durch den Flur huschen. Der hellrote, leicht ausgeblichene Hut und das türkisfarbene Glas sind Komplementärfarben, was ich durch leichtes Anheben der Farbsättigung betont habe.

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Das Treppenhaus habe ich schon tausendmal gesehen, aber nie wahrgenommen. Wie Fotografie den Blick doch verändern kann!

P.S. Das könnte auch eine Szene aus Dornröschen sein, wo die Fliegen an der Wand schlafen, oder? Ist schließlich ein Dornröschenhemd, das ich da trage. Label leider unbekannt. Märchenmode eben.

Neues von Faceless: Das Mädchen im Heu

Es war wieder Zeit für mein Passion Project, die Fotografie! Mit Hut und Märchenrock habe ich mich ins Heu begeben. Hier seht ihr die Ergebnisse! Die Fotos sind komplett unbearbeitet, worauf ich ein klitzekleines bisschen stolz bin. Denn es bedeutet (für mich), dass ich die Technik und das vorhandene Licht für diese Bilder gut genutzt habe. Ich habe mit einer Festbrennweite gearbeitet und für eine möglichst hohe Schärfe die kleinste Blende gewählt. Mit größerer Blende hätte ich zum Fokussieren einen Assistenten gebraucht. So konnte ich mich auf das Stativ und den Selbstauslöser verlassen. Und ja: Schärfer geht immer. Aber ich will ja keine Autos verkaufen, sondern Fotokunst machen. ;o)

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Alltagspoesie: Ein leiser Sommertag in Hamburg

In letzter Zeit fahren meine Gedanken Karusell. Wichtige Themen und Fragen drehen sich im Kreis, strecken mir die Zunge raus und steigen fröhlich in die Achterbahn. Huiiii!! Fehlt nur noch, dass sie sich ein Eis kaufen… Ich könnte darüber schreiben, aber ich mag irgendwie nicht. Auch wenn Schreiben eine fantastische Möglichkeit ist, seine Gedanken zu ordnen. Schreiben macht Urlaub und die Gedanken machen was sie wollen. Ein bisschen verwirrend ist das schon. Aber auch spannend, weil sich viele Alternativen auftun, wenn man seinen Gedanken einfach mal freien Lauf lässt.

Vielleicht mögt ihr ja in der Zwischenzeit ein paar Bilder „lesen“. Ein Versuch, die Alltagspoesie meiner Welt festzuhalten. Ein leiser Sommertag in Hamburg. Ohne laut gackernde Gedanken.

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Wie fotografiert man „Stimmung“? Kleine subjektive Fotoanalyse

Ich lerne. Manchmal aus Büchern, oft von Fotografien und meistens aus Versehen. Immer mal wieder ist zuerst das Ergebnis da, und dann die Frage: „Wie hab ich das jetzt gemacht?“ Ein verstehentlich stimmungsvolles Foto ist eine schöne Sache. Aber ich möchte auch bewusst und gezielt Stimmungen fotografieren können. Deshalb schaue ich mir heute ein paar eigene Bilder an, die ich für stimmungsvoll halte, und analysiere, was ich da gemacht habe.

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Rosen. Vielleicht ein bisschen zu dunkel, aber genau das macht für mich den Reiz dieser zarten Blumen aus. Sie brillieren nicht durch poppige Farben und Klarheit, sondern durch diffuse Farbigkeit. Diese Rosen wirken auf mich wie von einem Gemälde, die Unschärfe spielt sicher eine wichtige Rolle und trägt zum pittoresken Charakter bei. Was mich bei einem Blick auf das Histogramm erstaunt: Dieses Bild wurde mit ISO 100 aufgenommen! Trotzdem rauscht es recht stark, was ich sehr passend finde. Statt Kontraste nachzuarbeiten habe ich hier mit Schein gearbeitet, was ebenfalls zu leichter Unschärfe führt.

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Kindchen. Ein Lieblingsbild, das neulich auf dem Else-Rauch-Platz entstanden ist. Ich mag die Farben und das unerwartete Spiel mit der Unschärfe – das habe ich übrigens bewusst gemacht. ;o) Man weiß nicht, warum das Kind da hockt. Lacht es? Weint es? Schläft es? Könnte man das Gesicht erkennen, wäre kein Spielraum für diese Fragen. Bei diesem Bild habe ich die Kontraste nachgezogen, um die Struktur des Holzes zu betonen und die Grautöne voneinander abzuheben. Die bunten Kinderklamotten halten sich dezent zurück. Auch hier geht’s nicht um Knallbonbon! Vielleicht macht genau das den Charme und die Stimmung aus?

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Fenster. Dieses Foto entstand spontan und aus der Hand auf dem Dachboden einer Jugendstilvilla. Der Zauber des Bildes besteht für mich aus der Komposition und der Körnung (ISO 1600). Das Licht spielt eine wichtige Rolle in der Gestaltung, da das Fenster überbelichtet ist und dadurch das unsichtbare Draußen etwas Mystisches bekommt. Die Fragen, die sich aufdrängen und zum Nachdenken einladen: Was sieht das Mädchen da draußen? Wartet es auf jemanden?

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Hexenhaus. Gestern bei einem Ausflug aufs Land zog mich dieser Holzschuppen magisch an. Die Bäume spiegelten sich in den schmutzigen Scheiben. Überall Spinnweben. Abgeblätterte Fensterrahmen und Türen… Wenn ich mir das Histogramm dazu angucke, sehe ich: ziemlich dunkel. Aber hey, ein Hexenhäuschen darf so düster aussehen. Wir sind hier nicht bei Walt Disney. Und deshalb noch ein weiteres unheimliches Hexenhausfoto, bei dem nicht ganz klar ist: Ist der Baum im Haus oder was ist da los? Bei diesen Bildern habe ich noch mehr Tiefe reingezogen. Bilder dürfen auch mal zu dunkel sein!

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Und damit ich diesen Blogbeitrag nicht mit einem unheimlichen Hexenhaus abschließe, hier noch ein hell-trübes Bild aus der Villa. Das Motiv ist eigentlich egal, hier sind es das Licht und die Farben, die miteinander wirken. Der Ort sieht verlassen aus, auf dem Schrank liegt eine Staubschicht. Und doch strahlt der Kerzenständer vor der Tapete. Eine seltsame Stimmung, wie ich finde. Hier habe ich die Kontraste leicht nachgeschärft.

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Ob ich beim nächsten Mal bewusst Stimmung erzeugen kann? Wer weiß. Aber ich halte es für sinnvoll, sich immer wieder zu fragen: Warum hat ein Bild auf mich eine bestimmte Wirkung? Und wie sieht es technisch aus? Nur wenn ich verstehe, was ich mache, kann ich es bewusst steuern.

Frei halten! Faceless und Mini Me unterwegs in Eimsbüttel

Auf dem Weg zum Markt entdeckt man allerlei lustige Dinge. Mini Me und ich haben das gestreifte Tor ausprobiert und den Weißabgleich vergessen… Irgendwas ist ja immer! Aber immerhin wurde mein Stativ von einem Passanten gelobt. ;o)

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Und ihr so? :o)

Faceless liest in Duvenstedt! Am 6. September bei der Nacht der Kirchen

Faceless ist wieder da! Nachdem der rote Mexikanerhut den ganzen Mai über das Schaufenster der Nadelwerkstatt geschmückt hat, freue ich mich sehr, wieder in die Rolle der Dame mit Hut schlüpfen zu können. Vor ein paar Tagen bin ich am späten Nachmittag in die Kirche in Duvenstedt marschiert und habe mich gründlich umgeschaut. Herausgekommen sind diese Bilder! Kein Kunstlicht.

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Warum die Frau mit Hut in der Kirche liest? Denkt euch ruhig einen Grund aus. Wird schon richtig sein. Auf jeden Fall wird Faceless „in echt“ und mit Hut bei der Nacht der Kirchen am 6. September in der Kirche in Duvenstedt lesen. Eigenes. Schrulliges. Und Märchen. Ich freue mich schon drauf! Und zeige euch noch ein kleines Kunstwerk, das ich in einer Ecke fand…

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