Kategorie - Photography


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Leidenschaft ist ein Ladekabel

Gestern hatte ich einen familienfreien Tag. Was für ein Geschenk! Da ich im Alltag wenig Zeit für mich alleine habe, bin ich ganz früh aus dem Bett gesprungen, um Yoga zu machen und gemütlich zu frühstücken. Ich hatte Pläne! In der Oper gab es einen Fundusverkauf, da wollte ich früh morgens hin, um tolle Kostüme für Fotos zu finden. Außerdem wollte ich in die Kunsthalle gehen und danach ein Stück Torte essen. So einen freien Tag muss man doch nutzen!

Stattdessen hat mich schon beim ersten Kaffee die Muse geküsst und ich habe (noch im Schlafkleid) unser Wohnzimmer umgestellt, um Fotos zu machen. Manchmal ernähre ich mich nämlich von Licht und Poesie! Das Frühstück, den Fundusverkauf und die Kunsthalle habe ich einfach vergessen …

Nachdem unsere Vorhänge alle umgehängt waren und ich mich umgezogen hatte, ging’s los: Ich habe meiner Lieblingsblume, der Tulpe, und ihrer tänzerischen Anmut gehuldigt. Und ich habe mal wieder festgestellt: Leidenschaft ist elektrisierend. Die Energie, die ich aus ihr gewinne, ist enorm. Ich fühle mich wie frisch aufgetankt.

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Ein paar Fotos der Serie Tulipomania sind in meinem Blog Alltagspoesie zu sehen. Vielleicht überträgt sich ja etwas von der Energie.

Wie tankst du auf? Was ist deine Leidenschaft? Erzähl mir davon!

Was macht ein gutes Foto aus?

Das Fotomagazin stellt seinen Lesern die Frage, was für sie ein gutes Bild ausmacht. Spontan und aus dem Bauch heraus ist für mich ein Bild dann „gut“, wenn es beim ersten Betrachten wirklich neu für mich ist und ich es danach immer wieder ansehen möchte. Ein gutes Foto rührt irgendetwas in mir und erzeugt Sehnsucht. Ich bevorzuge Fotos, die mich nicht allzusehr verwirren oder negative Gefühle in mir auslösen. Wobei sicher manche Fotos auch dann als „gut“ einzustufen sind, wenn sie den Betrachter aus der Fassung bringen. Da macht bei mir persönlich jedoch irgendetwas dicht. Ich bin mehr für Träumerei, Sehnsucht und Alltagspoesie zu begeistern. Vermutlich gefallen mir deshalb die Bilder von Fine Art-Fotografen wie Elizabeth Gadd so gut. <- Guck das an! Aber komm danach zurück zu meinem Blog. ;o)

Es gibt objektiv „gute“ Bilder, die mir überhaupt nicht gefallen. Sie können technisch einwandfrei sein, ein tolles Motiv haben und eine spannende Geschichte erzählen. Wenn sie mich nicht berühren, zähle ich sie nicht zu guten Fotos.

Ein Foto, das mir sehr gefällt, ist dieses hier:

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Es ist im letzten Jahr entstanden und weckt eine große Sehnsucht in mir. Das Mädchen wartet auf jemanden, der die kleine Tür aufmacht. Wo führt die Tür hin? Weiß das Mädchen, was sich hinter der Tür verbirgt? Was ist das Geheimnis der Tür … Weil es viele solcher „Türen“ gibt, die irgendwo hinführen, und ich selbst manchmal davor stehe und nicht weiß, wie und was und warum, berührt mich dieses Foto sehr. Vermutlich auch, weil das Mädchen ein bisschen so aussieht wie ich. Ich sehe mich als Kind vor einer Tür, die ein Geheimnis birgt – vielleicht sogar ein Versprechen. Übrigens: Das Foto gehört zu einem bunten Märchen-Shooting. :o)

Und was ist für dich ein gutes Foto??

Es ist ein Blog! Alltagspoesie ist da \o/

SelbstEs ist ruhig hier im Blog. Das liegt am LOVEMBER. Es ist der Monat, in dem ich mir bewusst sehr viel Zeit für mich, meine Lieben und meine Ideen nehme. Der LOVEMBER eignet sich hervorragend, um zu träumen und sich Wünsche zu erfüllen. Und genau das habe ich getan! In den letzten Tagen ist mein neues Blog entstanden. Es ist wunderbar und heißt Alltagspoesie. Es ist der Raum, den ich meiner Bildsprache gebe. Willst du mal gucken??? Ich finde es wunderschön.

Das Blog wurde (wie auch schon Edelfrosch) von Michaela von Aichberger aufgesetzt, die ich allen empfehlen kann, die über ein Blog oder eine neue Website nachdenken. Ihr Gespür für das, was man „braucht“ ist enorm. Und nun hops rüber zur Alltagspoesie! Die Fotografie, die hier im Edelfrosch-Blog in den letzten Monaten immer mehr in den Vordergrund getreten ist, hat jetzt einen eigenen Raum. Ich bin sehr glücklich! Und so soll das im LOVEMBER ja auch sein.

 

 

 

 

Im Farbrausch mit Chamäleon Gizmo

Heute habe ich eine Bildidee umgesetzt, die mir schon seit einigen Wochen im Kopf rumgeisterte. Eigentlich wollte ich das Chamäleon Gizmo vor einem lachsfarbenen Samtvorhang fotografieren, aber die Farbumgebung hat ihn nervös gemacht, weshalb es dann ein türkisfarbener Hintergrund wurde. VIEL BESSER! \o/

Und jetzt macht euch selbst ein Bild von diesem wundersamen Tier, das tatsächlich seine Farbe an die Umgebung anpasst.

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Übrigens: Ich lese gerade Das Geheimnis der Farben, eine äußerst spannende Kulturgeschichte – vor allem in Kombination mit dem Buch Auf der Spur des Papiers, das ich ebenfalls sehr empfehlen kann.

Gedichte und Bilder sind eigentlich ein und dasselbe …

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Dass Bilder und Gedichte sich sehr ähneln, ist nicht überraschend. Ein Gedicht ist verdichtete Bildsprache. Und in einem Bild kann man lesen wie in einem Buch. Man kann es verstehen – oder auch nicht. So wie man ein Gedicht oder eine Geschichte verstehen kann – oder eben auch nicht. Die Chinesen sagen: Bilder sind Gedichte und Gedichte sind Bilder. Das klingt wenig poetisch und etwas unbeholfen, aber es gefällt mir. Denn es rührt etwas in mir an, das ich verstehe. Manchmal ist es leichter, den Pinsel zu schwingen, als die richtigen Worte zu finden. Und manchmal ist eine verdichtete Bildsprache genau das, was man braucht, um ein Bild oder ein Gefühl zu transportieren. Das eine ist nicht besser als das andere.

Bilder und Gedichte bedingen sich gegenseitig. Vielleicht. Ich denke weiter darüber nach …

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Warum es gut ist, einen Vogel zu haben

Du hast ja einen Vogel! Schon mal gehört den Spruch? Eigentlich ist es ein Kompliment. Denn wer einen Vogel hat, der hat mindestens einen Gedanken gedacht, der von der Norm abweicht.

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Die Norm ist der Mainstream – was man halt so denkt, wenn man keinen Vogel hat. Bloß im Muster bleiben und nicht auffallen! So in etwa denkt es sich im Mainstream. Einen Vogel zu haben, kann äußerst hilfreich sein, weil er dabei hilft, eigenartige Dinge zu tun, die andere vielleicht erst mal verrückt finden. Man kann sich mit ihm beraten, wenn sonst keiner zuhört. Er fliegt nicht weg, weil er zu dir gehört. Es ist dein Vogel und du kannst ihm deine Ideen ebenso wie deine Ängste anvertrauen. Wenn du (wie ich) einen Vogel hast, empfehle ich dir, immer ein Notizbuch mit dir rumzutragen. Denn der Vogel hat sicher lustige Ideen. Die kannst du aufschreiben und in eine Schublade legen. Wer weiß, was daraus mal entstehen wird??? Falls also jemand sagt, du hättest einen Vogel, freue dich! Dein Vogel ist immer da und sorgt dafür, dass du nicht im Mainstream untergehst.

If you don’t look, you won’t see. This is what I call „everyday poetry“

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Wenn es regnet, strahle! Und die Welt strahlt zurück.

Was ich heute schreibe, ist ein alter Hut. Ich schreibe es trotzdem: Die Welt ist ein Spiegel. Was man ausstrahlt, kommt zu einem zurück wie ein Bumerang. Das erlebe ich immer wieder. Bin ich schlecht gelaunt, muffeln alle mich an. Werde ich aus der Bahn geworfen (wie z.B. neulich durch den Unfall meiner Tochter), läuft alles schief. Das stimmt objektiv betrachtet natürlich nicht, aber es fühlt sich so an.

Das Prinzip Spiegel lässt sich auch bewusst einsetzen: Wenn es regnet, einfach strahlen und gucken, wie die Leute unter ihren Regenschirmen reagieren. Wenn man sich scheiße fühlt, roten Lippenstift benutzen und besonders gut aussehen. Spätestens beim dritten Schaufenster, in dem man sich spiegelt, steigt die Laune. Es ist so verdammt einfach: Leute lächeln, wenn sie angelächelt werden! Sogar sich selbst kann man auf diese Weise austricksen. That’s it!Schirm2_web

Fantasie ist ein Schatz…

Fantasie ist ein Schatz, den jeder bergen kann. Ist es nicht beruhigend, dass wir diesen Schatz mit uns herumtragen und jederzeit hervorholen können? Ich empfinde das als großes Glück!

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