Kategorie - Photography


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Passion is a matter of expression. Ein paar Gedanken zur Leidenschaft

Heute habe ich ein interessantes Video von Brooke Shaden gesehen. Bei Brooke geht es immer um Leidenschaft, deshalb heißt ihr Blog auch Promoting Passion. Sie ist eine große Verfechterin der Leidenschaft und glaubt, dass jeder Passion in sich trägt. Hmmm. Ich hoffe es doch sehr! Denn Leidenschaft hilft dabei, sich auf eine höchst eigene Art und Weise auszudrücken und mitzuteilen. Mir kam folgender Gedanke: Passion is a matter of expression. It will always find a way to burst. (Ja, ich denke auch mal auf Englisch. Berufskrankheit!) Für mich trifft das zu. Leidenschaft und Ausdruck hängen ganz eng zusammen.

Federklein

Ich bin unter anderem Märchenautorin. Ich spiele mit Wörtern, lasse sie tanzen, kreisen und singen. Schreiben ist meine Leidenschaft, und ich tue es nicht nur für mich, sondern vor allem für andere. Ich möchte Menschen erreichen. Für die Schublade zu schreiben, macht wenig Spaß. Und deshalb schreibe ich am liebsten Märchen für Pärchen und Geschichten für alle. Weiterlesen

Gestrandet – meine Fotoserie bei Kwerfeldein

Es ist ruhig im Blog gewesen in den letzten Wochen. Sehr ruhig. Und das ist okay. Ich war ausgeschaltet. Irgendwie. Und habe darüber geschrieben. Bei Kwerfeldein. Ich würde mich freuen, eure Meinung zu den Bildern zu erfahren. Sie sind sehr persönlich und ganz anders als alles, was ich sonst so mache. Schwäche ist ein Teil von mir. Und ich musste mich überwinden, sie zu zeigen. Ich möchte mit den Bildern andere ermutigen, den Zustand von Schwäche anzunehmen und zum Besten zu wenden, wenn die Kraft es zulässt. So. Und nun angucken und lesen: Gestrandet!

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Wer hat dir eingeredet, dass du nicht fliegen* kannst?!

 

Mädchen hüpft in die Luft, fliegt

* Ersetze „fliegen“ durch ein Tuwort deiner Wahl und dann tu es einfach!

150 Jahre Alice im Wunderland. Was Fotografinnen zu Wunderland-Fotos inspiriert

150 Jahre Alice im Wunderland. Da wird viel Wirbel um ein Mädchen gemacht, das in Tränen schwimmt, mit Flamingos eine Partie Kroquet spielt und mit der Suppenschildkröte konferiert. Jeder kennt die Geschichte. Und jeder hat seine ureigenen Bilder vom Wunderland im Kopf. Ich persönlich denke immer zuerst an das Schrumpfen und Wachsen. Diese Hilflosigkeit!

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Zum 150. Jubiläum von Alice im Wunderland habe ich ein paar Fotografinnen gebeten, mir drei Fragen zu Alice zu beantworten. Taucht ein in die Wunderwelten von Katarzyna Klama, Rachel Adams, Lia Niobe und Janine Machiedo!

Rachel Adams

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  1. Was genau an Alice im Wunderland inspiriert dich zu deinen Alice-Bildern?

Ich habe schon immer ein Faible für Fantasy gehabt, und Wunderland ist das Fantasieland der Möglichkeiten! Unendliche Ideen können in dieser Zauberwelt ihren Ursprung haben. Die Geschichte bedeutet mir so viel. Ein Mädchen gerät in eine fremde Welt und versucht herauszufinden, wer sie ist und wie sie wieder nach Hause kommt. Ich glaube, wir sind alle im Inneren „Alices“ und versuchen herauszufinden, wer wir sind und wie wir uns in unserer Haut wohlfühlen können. Und dann sind da natürlich noch die Teetassen, Zylinder, Katzen, Irrgärten, Karten und die ganze Wunderland-Bildsprache, die einfach dazu einladen, Bilder zu machen.

  1. Lässt du dich eher von Wörtern (also dem Buch) oder von Bildern bzw. Illustrationen inspirieren? 

Ich schätze, von beidem. Ich bevorzuge die Inspiration durch Wörter, denn das gibt mir mehr Freiheit, die Geschichte auf meine Weise zu interpretieren. Aber ich kann nicht sagen, dass ich nicht auch von Bildern beeinflusst wurde.

  1. Was sind deine persönlichen Schlüsselelemente für „Wunderland-Fotografie“?

Ich denke, das sind skurrile, magische und surreale Elemente. Ich finde, jeder kann seine ganz persönlichen Wunderländer haben, die alle unterschiedlich und wundervoll sind.

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Janine Machiedo

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  1. Was genau an Alice im Wunderland inspiriert dich zu deinen Alice-Bildern?

In Alices Wunderland scheint einfach alles möglich zu sein und das beflügelt meine Fantasie.

  1. Lässt du dich eher von Wörtern (also dem Buch) oder von Bildern bzw. Illustrationen inspirieren? 

Beides. Ich kann das eine nicht vom anderen trennen.

  1. Was sind deine persönlichen Schlüsselelemente für „Wunderland-Fotografie“?

Das blaue Kleid, Veränderung der Größe (wachsen und schrumpfen), der Hase, Spielkarten, Uhr, die Katze… Ich werde nach und nach aus jedem dieser Elemente jeweils ein Bild zaubern. Danke für die Anregung, Ruth, denn ohne dich hätte ich mein erstes Bild zu diesem Thema wohl erst in ferner Zukunft fabriziert!

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Katarzyna Klama

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  1. Was genau an Alice im Wunderland inspiriert dich zu deinen Alice-Bildern?

Für mich verkörpert Alice reine Unschuld, kindliche Naivität und Weisheit in einem. Die intensive Mischung aus Real und Irreal.

  1. Lässt du dich eher von Wörtern (also dem Buch) oder von Bildern bzw. Illustrationen inspirieren? 

Meine Inspiration ziehe ich hauptsächlich aus den Illustrationen des Buches, das ich als Kind gelesen habe.

  1. Was sind deine persönlichen Schlüsselelemente für „Wunderland-Fotografie“?

Geheimnisse, Irrealität und Traumstimmung (nebelig und verschwommen), bestimmte Färbung, Schlüsselwörter (für Alice), überraschtes Gesicht, Hase, Garten, Spiel mit den Größen, Tagtraum, Natur.

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Lia Niobe

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  1. Was genau an Alice im Wunderland inspiriert dich zu deinen Alice-Bildern?

Nun, ich denke, es ist die zauberhafte und surreale Art und Weise, wie Dinge, die uns bekannt sind, in Alice im Wunderland dargestellt werden. Figuren wie der verrückte Hutmacher und das weiße Kaninchen inspirieren dazu, eigene Figuren mit seltsamen und fantastischen Eigenarten zu schaffen. Man kann über jede noch so kleine Sache im Wunderland staunen. Es ist eine Welt, in die man immer wieder zurückkommen kann.

  1. Lässt du dich eher von Wörtern (also dem Buch) oder von Bildern bzw. Illustrationen inspirieren? 

Von beidem, würde ich sagen. Natürlich lassen die Wörter ein größeres Spektrum an Interpretationen und vielleicht ein höheres Maß an Kreativität zu, aber Bilder und Illustrationen können einen dazu inspirieren, neue Techniken oder einen neuen Look auszuprobieren. Es kommt dann alles in dem Bild zusammen, das man gemacht hat.

  1. Was sind deine persönlichen Schlüsselelemente für „Wunderland-Fotografie“?

Surreale Gegenstände. Vielleicht ein riesiges Schaukelpferd, oder ein riesiger Schlüssel. Ich denke bei Alice im Wunderland immer an Alltagsgegenstände, die die falsche Größe haben. Die Stimmung/Farbgebung ist immer ein bisschen düster, mit einem Hauch Violett und Blau. So sehe ich es jedenfalls immer. :D

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Starke Bilderwelten! Wer jetzt noch etwas über die echte Alice lesen möchte, ohne sich im Internet zu verlaufen, der hole sich eine Tasse Tee und stolpere einfach hier

Ein Traum. Foto: Ruth Frobeen

Letzte Woche schrieb ich recht knapp übers Träumen. Über meine Träume habe ich nichts verraten. Ich kann ja nicht alles im Blog erzählen. Wo kämen wir denn da hin. Aber einen Traum kann ich vielleicht doch erzählen. Denn möglicherweise hört das Universum zu. Und wenn man nichts sagt, kann auch nix passieren. Das kennen wir ja schon.

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Ich möchte irgendwann einmal lesen: Foto: Ruth Frobeen. Vielleicht in einem Buch, für das ich das Cover gemacht habe. Oder in einem Magazin, für das ich eine Strecke fotografiert habe. Man wird ja wohl träumen dürfen, gell?

Und bis es soweit ist, mache ich fleißig Fotos, denke über Objektive nach und genieße die Kommunikation in verschiedenen Foto-Communitys, z.B. der Passion Promoter-Gruppe von und mit Brooke Shaden. Und ihr? Guckt vielleicht mal in meinem Fotoblog Alltagspoesie vorbei? Diese Woche gibt’s im Blog eine klitzekleine Fashion-Strecke. Model: Grace Confidence; Kleider: Käthe Kruse; Fotos: Ruth Frobeen. ;o)

Die Mädchen der Brüder Grimm. Rotkäppchen ist nicht naiv und schwach

Ich muss die Grimms kritisieren. Natürlich bin ich froh, dass der Wolf aufgeschnitten und die Omi samt dem Rotkäppchen aus dem Bauch wieder raus dürfen. Aber warum müssen die da überhaupt rein! Weil sie schwach sind? Eine tatterige Großmutter und ein junges Ding, zu blöd, das Pfefferspray zu benutzen, das die Mutter ihr in den Korb gelegt hat? Nö, gefällt mir nicht. Ich habe mir die Freiheit genommen, die Geschichte umzudichten. In Bildern.

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Im Gegensatz zu seiner kranken, geschwächten Großmutter ist das Rotkäppchen nämlich keinesfalls schwach. Das Mädchen lässt nicht zu, dass der Wolf sich die geliebte Oma und sie selbst einverleibt. Im Gegenteil! Rotkäppchen verleibt sich den Wolf ein bzw. um. Als Mantel. Denn wir wissen ja: Rotkäppchen ist ein modebewusstes Kind. (Das sieht man auch an ihrer Kappe, die sie zur Feier des Tages mit Blumen geschmückt hat.)

Die Oma trinkt den Wein und wird natürlich wieder gesund. Und wenn ein böser Wolf an der Straßenecke steht und dummes Zeug erzählt, lacht das Rotkäppchen ihn aus. Denn das reicht meistens schon, um böse Wölfe zu vertreiben.

Miniatur Wunderland Hamburg: Alltagspoesie in detailreichen Szenen

Mich sieht man eigentlich nie irgendwo, denn ich stürze mich nur äußerst ungern ins Getümmel. Große Menschenmengen sind einfach nicht meins. Aber am letzten Wochenende habe ich mal eine Ausnahme gemacht, weil wir ins Miniatur Wunderland Hamburg eingeladen wurden. Völlig ahnungslos bin ich also mit der Familie in die Speicherstadt gefahren. Das Miniatur Wunderland darf man sich als riesige Modelleisenbahnlandschaft vorstellen. Zu sehen gibt’s: die ganze Welt. Naja, zumindest einen Teil. Und was es zu sehen gibt, ist so liebevoll, detaillreich und mit Humor gebaut, dass wir es in 3 Stunden „nur“ durch Deutschland, Österreich, die Schweiz und Skandinavien geschafft haben.

Die Größe der Anlage ist faszinierend. Trotzdem habe ich mich (wie so oft) auf die kleinen Details konzentriert – vielleicht auch, um mich vor den Menschenmassen zu schützen, die am Sonntag unterwegs waren. Hier sind also ein paar Szenen aus dem Miniatur Wunderland, die mich besonders berührt haben.

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Ist es nicht irre, wie jede noch so kleine Szene eine eigene Geschichte erzählt? So ist das gesamte Wunderland aufgebaut. Und zwischendurch sind nette Witze zu finden wie die Kühe in Taucherausrüstung. Humor muss sein, sogar bei uns verschnupften Fischköppen. ;o)

Lohnt wirklich, sogar für Getümmelmuffel! Hier findet man eine Menge Alltagspoesie, in die man sich wunderbar versenken kann. Und wenn man lange genug an einem Ort ausharrt, kann man die Szene bei Tag und bei Nacht bewundern.

Wer ein bisschen stöbern möchte, gehe am besten direkt auf die Website des Miniatur Wunderlands. Da gibt es viele Bilder und Informationen. Wir waren begeistert!

My French Tulip Affair! Verliebt in eine französische Tulpe

Eigentlich heißt es ja „Der April macht was er will“, aber irgendwie stimmt das dieses Jahr nicht. Der März macht nämlich schon, was er will. Er beschert uns Sonne, Hagel, Schnee (habe ich das gestern richtig gesehen???) und dazu ne ordentliche Portion Frühlingsgefühle. Die äußern sich hier folgendermaßen:

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Ja, genau das ist hier los: Ich habe eine Affäre mit einer französischen Tulpe. Madame wird von Tag zu Tag schöner, lenkt mich von der Arbeit ab („schau!mich!an!“) und hat bereits einige Verehrer bei Facebook und Twitter. Kein Wunder, denn sie sieht einfach umwerfend aus. Ein Fotograf hat sie als Augenschmaus bezeichnet, was ich äußerst treffend finde. Weitere Bilder von der handgroßen Tulpe gibt’s drüben bei Alltagspoesie. Ich sag mal: Diese Tulpe ist Kunst! Und Kunst ist eine Einladung in eine andere Welt. Also fasziniert euch und lasst euch vom Tulpenfieber anstecken. :o)

Einfach mal die Perspektive wechseln

Wie festgefahren unser Blick auf die Welt doch ist … Höchste Zeit, die Perspektive zu wechseln, einen anderen Blickwinkel einzunehmen und die Dinge mal wieder mit anderen Augen zu sehen. Dann entdeckt man vielleicht Erstaunliches.

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Der Kopf kann viel freier in alle möglichen Richtungen denken, wenn man die Dinge auf den Kopf stellt. Das Gehirn rastet dann aus, weil da endlich mal was Neues ist! Und es denkt wie wild: „Huuuuh, was ist das, was bedeutet das, was mache ich damit?“ Wenn das Gehirn die gewohnte Perspektive angeboten bekommt, macht es Folgendes: Es nimmt zur Kenntnis, gähnt und pennt weiter.

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Im übertragenen Sinne bedeutet es (in meinem Fall), dass ich mich nicht an Konventionen aufhänge, die mir Zeit, Nerven und Fantasie rauben. Dann bin ich lieber ein bisschen außerirdisch, dafür aber flexibel und offen für Neues.

Eine vergnügliche Woche mit vielen Perspektiven, Blickpunkten und Zukunftsaussichten wünsche ich euch! :o)