Kategorie - Fashion


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Mit Sissi in der Korsettwerkstatt

Warum die Braut auf dem Boden sitzt? Keine Ahnung. Aber sie lächelt verschmitzt, das ist doch schon mal ein gutes Zeichen.

Das Sissikleid ist von der Korsettwerkstatt in Hamburg und furchtbar gemütlich. Wenn Korsetts gut gemacht sind (kein H&M-Fummel!!), engen sie überhaupt nicht ein. Ich weiß das, weil ich die Braut auf dem Foto bin. Dazu rot lackierte Fußnägel und dann barfuß auf der Wiese … ein Traum!

 

 

 

 

 

 

Die Zuckermonarchie berichtet über ein märchenhaftes Fotoshooting …

Was tun, wenn man eine tolle Idee hat? Netzwerk knüpfen und gezielt Leute für die Idee begeistern! Das hat sich auch Denise von der Zuckermonarchie gedacht und die besten Leute aus der Hamburger Hochzeitsbranche an einen Tisch getrommelt, um ein zauberhaftes Märchen-Shooting umzusetzen, das gleich vom Magazin Braut & Bräutigam veröffentlicht wurde. Ich darf euch ein paar Bilder zeigen und habe Denise noch ein paar Frage gestellt, denn ich bin neugierig und will immer wissen, warum und wer und wie und was. Ihr wisst ja, die schönsten Geschichten schreibt das Leben… Aber jetzt erstmal ein paar zauberhafte Fotos von Felix Matthies!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Edelfrosch: Wie kommt man auf die Idee, eine Märchenwelt im Schnee zu inszenieren? Und was war der Auslöser für dieses zauberhafte Shooting?

Zuckermonarchie: Das Thema Hochzeit ist natürlich nicht weit vom Märchen-Thema entfernt, daher lag die Idee nahe, eine märchenhafte Kulisse für unser Styled Wedding Shooting zu kreieren. Da sich immer noch wenige Paare in der kalten Jahreszeit das Ja-Wort geben, wollten wir Inspirationen für eine Winterhochzeit geben. Schneewittchen von den Gebrüder Grimm spielt teilweise im Winter, weshalb wir das Thema am passendsten fanden.

Um ein Shooting durchführen zu können, braucht man ja einige Leute… Wer seid ihr und wie habt ihr zusammengefunden?

Ich hatte die Idee für das Shooting und habe dann die Besten der Branche gefragt, ob sie Lust auf die Realisierung des Projekts haben. Felix Matthies – der Fotograf, die Elbbraut – die uns die wunderschönen Kleider zur Verfügung gestellt hat, Katharina Jasinski – die für ein wundervolles Make-Up und märchenhaftes Haar gesorgt hat, Officina Polychroma – welche die Papeterie gestaltet und gedruckt haben, Brigitte Adolph – die den wundervollen Schmuck entworfen und geschmiedet hat, Belle Julie – welche die zauberhaften Haar-Accessoires zur Verfügung gestellt haben und Blumen Graaf – welche für den Brautstrauß, die Blumendekoration und den Haarkranz sorgten, waren alle sofort Feuer und Flamme für das Projekt. Wir haben uns alle im Zuge des Projekts kennengelernt.

Wieso macht man so ein Shooting? Das ist ja nicht ganz günstig…

Alle Beteiligten sind sehr kreative Menschen, die sich immer über neue Herausforderungen freuen und Spaß daran hatten gemeinsam eine Idee weiterzuentwickeln und das Shooting aktiv mit zu gestalten. Der Shooting-Tag hat uns allen wahnsinnigen Spaß gemacht und war eine sehr kreative Abwechslung. Am Shooting-Tag wurde eine so unglaublich positive Energie frei, die kein Geld der Welt aufwiegen kann. Jeder hat sich gefreut, Teil dieses schönen Projekts zu sein und konnte sich kreativ einbringen. Weil wir natürlich überzeugt vom Ergebnis des Shootings waren, haben wir bei der Braut & Bräutigam angefragt, ob sie Interesse an den Fotos hätten.

Die Rechnung ist aufgegangen, Braut & Bräutigam hat ein tolles Märchenspecial gemacht! Gibt’s nochmal ein gemeinsames Shooting?

Wir würden so eine Kooperation bestimmt wiederholen, weil wir alle ein super Team waren und die Zusammenarbeit sehr großen Spaß gemacht hat.

Das sieht man den Bildern an! Man möchte sich gleich an den Tisch setzen und einen Liebesapfel essen. 1000 Dank für das Gespräch!

 

Wer mehr über Denise und die Zuckermonarchie erfahren möchte: Das Zuckermonarchie-Blog ist zuckersüß!

Oh, und wer mehr über die Kleider der Elbbraut erfahren möchte: Lieschen hat die Elbbraut besucht! Und ein Kleid erzählt sogar seine Geschichte

Mafalda – the one and only!

Vielleicht ungefähr genau so hat mir Mafalda von Felicita letzte Woche eine ungewöhnlich Liebesgeschichte geschildert …

„Mein Name ist Mafalda und ich komme aus Berlin.

Ich stehe meistens am Fenster und schaue auf die Straße. Manchmal bleiben Leute stehen und schauen mich an. Neulich zum Beispiel lief eine junge Frau vorbei, und als sie mich im Schaufenster sah, blieb sie stehen und schaute mich ganz komisch an. Sie kam ganz dicht ans Fenster heran und versuchte, mich von allen Seiten zu betrachten. Ich habe sie danach noch ein paar Mal gesehen. Einmal war ein junger Mann dabei, auch er schaute mich sehr lange an. Ich stand ganz still. Hoffentlich saßen meine Knöpfe alle richtig!

Kurz darauf klingelte das Telefon, es war der junge Mann. Er erzählte Theresa von der Elbbraut, dass seine Freundin sich in mich verliebt hätte und fragte, ob ich in zwei Jahren noch da wäre. Bei so halbseidenen Wesen wie mir kann man das nicht wissen … Also kam das Paar wenig später zu uns in die Boutique. Sie haben ihren Hochzeitstermin vorverlegt (für mich?!?), und ich werde bei der Hochzeit dabei sein. Was sagt man dazu? Ich bin Mafalda – the one and only!“

Old Fashion-Portrait von Vintage Portrait

Manchmal möchte ich dem Postboten um den Hals fallen vor lauter Freude. Also nicht in echt, nur so vom Gefühl. Glücklicherweise kann ich mich meistens beherrschen, aber neulich klingelte dann doch eine neugierige Nachbarin und fragte, worüber ich denn im Treppenhaus so gejubelt hätte. Das war schnell erzählt: Der Postbote hatte mir am Freitagnachmittag die Spitze für mein Kleid gebracht, das ich am Samstagvormittag anziehen wollte. Soviel Aufregung wegen ein bisschen Spitze? stand in ihrem Gesicht geschrieben. Ja genau! So viel Aufregung wegen ein bisschen Spitze. Es ging um dieses schwarze Kleid aus den 30er Jahren, das ich bei Vintage Portrait gefunden hatte.

Faszinierend, was für Teile man im Shop von Nicole Kruse findet – die übrigens auch über Vintage bloggt. Da ist das fantastisch erhaltene Kleid aus den 1910er Jahren. Hallo?! Oder das Kleid aus den 50er Jahren, das an Mad Men erinnert. Oder das kaffeebraune Kleid aus den 70er Jahren – große Liebe! Wo zum Kuckuck findet Nicole diese Teile nur? Ich habe sie gefragt!

Edelfrosch: Wer bist du und was machst du?

Vintage Portrait: Ich heiße Nicole Kruse und bin Besitzerin des DaWanda-Shops Vintage Portrait. Meine Familie und ich leben in Norddeutschland in einem alten Bauernhof. Neben meiner Haupttätigkeit als Vollzeitmama bin ich eigentlich immer auf der Pirsch nach Vintage-Stücken. Diese wandern in meinen Fundus und von dort in meinen Shop.

Edelfrosch: Wieso heißt dein Laden „Vintage Portrait“? Bist du Fotografin?

Vintage Portrait: Fotografin bin ich nicht, aber Fotografie ist ein großes Hobby von mir. Eine große Inspirationsquelle für mich sind alte Fotos. Ich könnte stundenlang in alten Alben rumblättern. Als ich dann einen Namen suchte, der auch international ein Begriff sein sollte, war die Wahl schnell getroffen.

Edelfrosch: Wo findest du all die tollen Kleider?

Vintage Portrait: Ich sammle seit meiner Tennagerzeit Vintage-Kleidung, vieles ist schon lange in meinem Fundus. Ansonsten habe ich die Augen immer offen und schlage bei jeder Gelegenheit zu. Bestimmte Vintage-Stücke aus speziellen Epochen sind mittlerweile auch einfach rar.

 

 

 

 

 

 

 

 

Edelfrosch: Wie findest du das Alter der Kleider heraus?

Vintage Portrait: Mit der Zeit entwickelt man ein Gefühl dafür, aus welchem Jahrzehnt ein Kleidungsstück stammt. Es gibt aber auch einige *Netzfreunde*, mit denen ich fachsimple. Einmal schrieb mir eine Frau, die ein Kleid in meinem Shop entdeckt hatte, dass das Kleid viel älter sei, als ich angenommen hatte.

Edelfrosch: Wie bist du mit dem Thema Mode in Berührung gekommen?

Vintage Portrait: Meine Mutter ist eine wahre Künstlerin an der Nähmaschine. Sie hat viele Sachen selbst entworfen und getragen. In meinem Elternhaus lag und liegt bis heute immer irgendwo ein Stapel Modezeitungen. Mit etwa 12-13 Jahren fing ich an, mich für Vintage-Kleidung zu interessieren. Die Frauen in meiner Familie hatten schon immer einen umfangreichen Kleiderschrank. Meine niederländische Großmutter hatte auch sehr schöne alte holländische Trachten, daher kam wahrscheinlich die frühe Faszination für *alte* Mode.

Edelfrosch: Dann waren deine Mutter und Großmutter deine Vorbilder?

Vintage Portrait: Ja, in jeder Hinsicht, und ich wünschte ich könnte so gut nähen.

Edelfrosch: Wo willst du mit deinem Laden mal hin? Träumst du von einer Boutique?

Vintage Portrait: Ein umfangreicheres Sortiment würde mich freuen. Ich hätte gerne mehr Herren- und Kinderkleidung dabei. Von einer Boutique träume ich natürlich, die ist im Kopf auch schon komplett eingerichtet. Aber sie bleibt doch erst mal eine *Traumboutique*.

Letzte Frage: Wer kauft und trägt deine Kleider?

Vintage Portrait: Die Käufer sind eine bunte Mischung, jung und älter, Individualisten, Trendsetter, Umweltbewusste, Kostümbildner, Sammler … alles dabei.

Edelfrosch: 1000 Dank für deine Antworten, Nicole!

Portemonnaie von Elfenklang

Ein Geschenk, ein Geschenk! Und was für eines: extravagant und handgenäht. Dieses Portemonnaie von Elfenklang in Straußenoptik hätte mir wohl niemand geschenkt, also habe ich es selbst gekauft und wochenlang vor mir im Schrank versteckt. Da, wo niemand es vermutet. ;)

Am Geburtstag durfte ich es endlich, endlich auspacken!

Behütet im Wunderland

Was sagt man dazu: Frau Edelfrosch hat einen Hut-Tick! Ich verrate jetzt nicht, wie viele Hüte, Mützen, Fascinators und Klimbim für den Kopf ich habe. Aber eins verrate ich: Am 18.11. ist Hut-Messe in Hamburg! Ich bin an dem Wochenende beim Märchenseminar. Mein Herz lacht und weint gleichzeitig…

Und ich verrate noch etwas: Die schönsten handgestrickten Mützen der Saison macht Krishnane, schaut euch mal die Rotkäppchen-Edition an! <3

(Foto aufgenommen von Eva, Ausstellung Alice im Wunderland der Kunst)

Petits Fours in Koralle – Gallas Jewels Berlin

Mein ganz persönliches Wow, entworfen von Tania Gallas! So sehen 10 Jahre Schmetterlinge aus. <3

 

 

 

 

 

 

Kuschel-Pumps für Herbst und Winter

Es ist Herbst! Und Herbst ist die beste Flohmarktzeit. Gestern habe ich diese ungetragenen Pumps erstanden. Da sie mir eine halbe Nummer zu groß sind, bin ich heute gleich losgestiefelt und habe Einlagen besorgt. Die sind zwar nicht besonders sexy, dafür aber kuschelig warm. Wer sagt denn, dass man im Herbst und Winter nur gefütterte Stiefel trägt? Und findet ihr nicht auch, dass rote Schuhe mit weißen Felleinlagen extremst nach Weihnachten aussehen? ;o)

Das wären dann also 15 Euro für neue Gabor-Pumps plus 2,30 für Lammfelleinlagen. Finde ich durchaus akzeptabel.

 

Brit-Chic à la Audrey

Diesen Herbst soll man so tun, als hätte man ein Pferd und ein schickes Herrenhaus auf dem Lande. Das Ganze läuft unter dem Deckmantel Brit-Chic. Schottischer Landadel trägt Karo in allen Variationen, die englischen Damen setzen Akzente mit großen Schluppen und die Herren treten im feinen Tweed-Anzug auf. Ja, Brit-Chic ist ein schöner Trend – der eigentlich keiner ist, denn Brit-Chic ist zeitlos und immer angesagt.

Ich interpretiere den Brit-Chic diesen Herbst mit einer Prise Audrey und schwöre auf das Karokleid in Kombination mit cognacfarbenen Stiefeln und einem schweren Ledergürtel mit französischer Lilie. Das Pferd nimmt an mir sofort ab, oder? Das liegt am Gürtel. Audrey kommt mit U-Boot und Banane ins Spiel. Das Übliche eben… Wer original britische Teile sucht und den wahren Brit-Chic leben will, sollte sich bei Rudolf Beaufays in Hamburg umsehen. In seinem außergewöhnlichen Second Hand-Shop findet man so ziemlich alles, was das anglophile Herz begehrt. Wem Originale zu altmodisch sind und wer Brit-Chic-Inspiration sucht, wird diesen Herbst bei Daks und Escada fündig! Sehr pretty, wie ich finde.

So, und nun sattel ich mein Pferd und reite dem Sonnenuntergang entgegen!