Kategorie - Fairy-tales


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Aus dem Leben einer Tulpe

Ich komme aus einer braunen Zwiebel und wohne in der Erde. Im Frühling wachsen meine Geschwister und ich heran und freuen uns über die Sonne. Die Menschen bleiben stehen, wenn sie uns sehen, und sagen ah! und oh! Das mögen wir Tulpen, weil wir ein klitzekleines bisschen eitel sind.

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Irgendwann verwelken wir. Mit etwas Glück kommt ein Kind vorbei und presst unsere Blätter. Dann werden wir Schmetterlinge. Also, natürlich nur, wenn die gepressten Blätter nicht vergessen werden. Vielleicht schreibt sogar jemand über uns. Das gefällt mir am Tulpe sein! (heimlich aufgezeichnet heute beim Frühstück)

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Die Belegexemplare meines ersten Kinderbuches sind da!!!

Belegexemplare sind eine feine Sache und ich gebe gern damit an. Meistens lasse ich sie für alle gut sichtbar rumliegen. Dass die Bodybuilding-Magazine manchen Besucher irritieren, amüsiert mich! Doch irgendwann muss der Stapel auch mal weggeräumt werden. Wo tue ich die ganzen Magazine hin? In den Keller? Der ist gut gefüllt mit Umschlägen, alten Koffern und Schlittschuhen. Ins Arbeitszimmer? Da biegen sich bereits die Regale. Ins Wohnzimmer? Eher nicht. Es ist ein echtes Problem, wenn man von einem Magazin 10 Ausgaben hat!

Gestern kam wieder ein Umschlag mit Belegexemplaren. Wo die landen werden, weiß ich schon: Im Kinderzimmer und bei Freunden. Denn es handelt sich um ein Büchlein, auf das ich richtig stolz bin. In der Geschichte, die ich im Auftrag der Keksfabrik Hans-Freitag geschrieben habe, geht es um die Frösche Fredi und Lisa, eine Tonne Sirup und eine Alltagsheldin namens Sabine. Illustriert wurde die Geschichte von Nicole Kristin Adler. Ich finde ihre Zeichnungen extrem niedlich. Schaut mal, das ist Lisa mit einem Blumenkranz, den Fredi ihr geflochten hat!

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Dieses Büchlein (und noch ein zweites) wird es in Kürze geben. Über das, was damit noch zusammenhängt, darf ich nicht sprechen. Geheimes Geheimnis! So viel sei verraten: Da kommt noch einiges, was euch begeistern wird! Ich halte euch auf dem Laufenden. Und wer mich besucht, dem zeige und/oder schenke ich ganz stolz ein Belegexemplar.

Meine Kinder, die wahrscheinlich die kritischsten Kinderbuchleser der Welt sind, finden übrigens ALLES an dem Buch am besten. <3

Die Heule, das Reh und eine LOVEMBER-Verlosung!

Die ersten Tage des LOVEMBERS sind rum, und ich gebe zu, ich habe mich ein bisschen schwer getan, in den Märchenmodus zu schalten. Zu viele klingelnde Telefone, zu viele Postboten, zu viel Ablenkung hier und da. Für meine Keativität ist Ruhe besser als Rummel! Deshalb bin heute einfach zu Hause geblieben, habe die Telefone auf lautlos gestellt und die Klingel ausgemacht. Und siehe da: Das Schreibfieber hat mich gepackt und ich habe „Die Heule und das Reh“ zu Papier gebracht.

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Es geht in dem Märchen um eine traurige Eule, die von einem Reh aufgemuntert wird.

„Saß einmal eine Sumpfohreule auf einer Birke und weinte leise vor sich hin. Da kam ein Reh vorbei, sah die traurige Eule auf dem Baum sitzen und fragte: „Warum weinst du denn, Eule?“ Da schniefte die Eule, die von den Waldbewohnern nur „die Heule“ genannt wurde, und seufzte tief. „Mein Onkel hatte eine Tänzerin nötig und trug ihr die Schuhe nach. Als sie verlangte, dass er ihr den Mond vom Himmel hole, setzte er sich an einen Teich und fischte im Wasser nach der leuchtenden Kugel. Da kam ein großer Raubvogel und fraß meinen Onkel auf. Meine Familie floh in den Wald, wo wir jedoch unglücklich sind, weil wir Sumpfohreulen nicht in Wäldern leben.“ Das Reh hatte Mitleid mit der traurigen Eule und setzte sich unter den Baum. „Wenn du willst, erzähle ich dir eine Geschichte“, sagte das Reh, das eine gute Seele auf vier Beinen war, und schaute die Eule freundlich an. „Was für eine Geschichte?“, fragte die Eule und wischte sich eine Träne aus dem hübschen, herzförmigen Gesicht. „Die Geschichte von der Antilope und dem Elefanten.““

Das Reh zieht die Eule in ihren Bann und lenkt sie mit einer spannenden Geschichte ab! Die Heule handelt vor allem von Freundschaft, denn ich schreibe gern über Freundschaft. Es gibt auch einen lustigen Dreh in der Geschichte. Meine Freundin Annegret würde es vermutlich als „Augenzwinkern“ bezeichnen. Und das ist auch gut so, denn ich bin ja kein unglücklicher Andersen und auch kein alter Grimm mit Bart und Hut. ;o)

Passend zum Märchen hat mir Dolly Martin ein paar Eulen geschickt, die ich gern an euch weitergeben möchte!

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Am liebsten würde ich euch allen eine kauzige Eulenkette schicken, die es im Shop übrigens in diversen Farben gibt! Ich habe drei Stück, die ich verlose: eine weiße, eine braune und eine schwarze. Hinterlasst einfach unter diesem Blogbeitrag einen Kommentar und verratet mir, was LOVEMBER für euch bedeutet! Am kommenden Mittwoch werden die Gewinner per E-Mail informiert. Das Los entscheidet. Good luck!

Und danke, Dolly, für diese tollen Eulen! <3

Die Schreibwoche trägt die ersten Früchte: Frau Pudervogel & Die singende Ziege

Wie angekündigt, habe ich mich ins Land der Fantasie begeben. Ein paar Tage „Märchenwoche“ habe ich noch vor mir und ich hoffe, das mir noch viele gute Gedanken kommen. Ich möchte kurz erzählen, was bisher entstanden ist: Am Samstag habe ich Fotos für mein Märchen „Frau Pudervogel“ geschrieben, in dem es um eine ängstliche Vogelfrau geht, die nicht fliegt. Das Märchen habe ich heute geschrieben. Bevor es ins Korrektorat geht, muss ich allerdings noch etwas daran feilen. Aber der erste Wurf gefällt mir sehr! Mal sehen, wie ich morgen darüber denke …

Wenn mir Märchenideen kommen, habe ich häufig klare Vorstellungen davon, wie die Figuren aussehen, wie sie sich verhalten etc. Manche Eigenschaften kommen natürlich auch erst beim Schreiben zutage, da lasse ich mich jedes Mal überraschen. Um die kommenden Märchen „rund“ zu machen und ihnen meine Bildsprache zu verpassen, werde ich versuchen, zu jedem Märchen ein Foto zu machen. Ob es mir gelingen wird, weiß ich nicht. Bei Frau Pudervogel ist es mir gelungen. Hier waren erst die Bilder da, und dann das Märchen.

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Gestern habe ich das Märchen „Die singende Ziege“ geschrieben. Die singende Ziege hält sich für eine Diva, während die anderen Ziegen sie eher als Zicke wahrnehmen. Die Geschichte nimmt eine schöne Wendung und geht sehr vergnüglich aus! Die Fotos zum Märchen wollte ich heute machen, aber leider war das Wetter heute früh so schlecht, dass ich gleich wieder aufgegeben habe. Immerhin weiß ich schon, wo und wie ich die Fotos aufnehmen werde.

Als nächstes steht das Märchen „Der Zaubermantel“ auf meiner Liste. Den Mantel, der mich zu diesem Märchen inspiriert hat, habe ich neulich auf dem Flohmarkt gefunden. In der Manteltasche habe ich einen Pfennig gefunden! Da war klar: Dieser Mantel wird zu Reichtum führen. Und genau darum wird es auch in dem Märchen gehen, das ich mir für morgen vorgenommen habe. Es bleibt spannend, was da noch kommt!

Die Schreibwoche ist eine Vorbereitung auf den November, den ich ja bereits als Schreibmonat angekündigt habe. Statt des Romans, den ich schreiben wollte, werde ich jedoch Märchen schreiben. Ich habe mich dazu entschieden, als meine Tochter im Krankenhaus lag und mich ständig gebeten hat, Geschichten zu erzählen und Märchen vorzulesen. Die Kinder sind jetzt klein. Da sollte ich mal wieder ein paar Märchen für sie schreiben. ;o)

Tschüss, ich verschwinde ins Land der Poesie und Fantasie

Ich verschwinde ein paar Tage ins Wunderland der Fantasie. Dorthin, wo Ziegen singen, Zaubermäntel Unheil anrichten und Frau Pudervogel das Geheimnis ihres Namens erfährt. Mit einer Tasche voll Märchen und verdrehtem Kopf komme ich bald zurück. Tschüssi! Ruth

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Elfen, Lichtfeen und Gnome? Erla Stefánsdóttir ist Elfenbeauftragte in Island

Die Isländerin Erla Stefánsdóttir kennt sich mit Feen aus. Und zwar nicht mit Lillifee und Konsorten, sondern mit echten Feen und anderen feinstofflichen Wesen. Sie hat so viel Wissen über sie angesammelt, dass das Bauamt von Reykjavík sie vor einigen Jahren beauftragt hat, Elfenkarten zu zeichnen. Richtig gelesen: Elfenkarten! Warum die Isländer Elfenkarten benötigen? Weil es zum isländischen Baugenehmigungsverfahren gehört, zu überprüfen, ob durch Bauvorhaben wie z.B. Straßenbau isländische Kulturgüter zerstört oder beschädigt werden. Mit „Kulturgütern“ sind unter anderem Felsen, Hügel und Wälder gemeint, die in alten isländischen Sagen beschrieben sind und von Zwergen, Elfen, Trollen & Co. bewohnt werden. Wenn also irgendwo ein großer Stein liegt, auf dem Elfen zu Hause sind, darf da nicht gebaut werden.

Als besonders elfenkundig hat sich die ältere Dame Erla Stefánsdóttir hervorgetan, die für das Bauamt dann Elfenkarten entwickelt hat… Zum ersten Mal habe ich 2005 in einem Quiz von der isländischen Elfenbeauftragte gehört und wollte es erst nicht glauben. Ihr glaubt das auch nicht? Hmmmm. Verstehe ich gut.

Feenbeauftragte

Da ich nicht an Elfen, Trolle & Co. glaube, möchte ich das Thema gar nicht weiter vertiefen. Aber ich finde es liebenswert, wie umsichtig die isländische Gesellschaft mit dem Kulturgut Sagen, Fabeln und Märchen umgeht. Wer mehr zum Thema Elfenbeauftragte lesen möchte, dem empfehle ich den Artikel Mythos Elfenbeauftragte – (nur) eine Medieninszenierung? des Fotografen Lukas Gawenda. Und nun lass ich euch mit dem Mythos mal alleine und gehe in den Wald auf der Suche nach Inspiration und schönen Motiven.

MarryMAG vor Ort beim Edelfrosch

Ihr kennt ja sicher alle das MarryMAG! Nicht? Dann schnell mal reinklicken und festlesen. In den ersten Ausgaben war ich mit meiner Kolumne Die schönsten Geschichten schreibt das Leben vertreten. Und im aktuellen Heft gibt es sogar ein langes Feature über Edelfrosch! Ich erzähle im Interview dies und das und allerlei, und gewähre mit dem Märchen Du! einen Einblick in meine Arbeit als Märchenautorin.

Ich fühle mich geehrt, ein so schönes Portrait in diesem entzückenden Magazin zu haben. Danke an die Redaktion! Ein riesengroßes Dankeschön auch an Paola von Pink Pixel, die mich in der Märchenwerkstatt besucht und abgelichtet hat. <3

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Und nun husch husch zum Kiosk mit euch! Wer Lust auf Hochzeitskolumnen hat, liest einfach hier weiter:

Ach so! Damit ihr das Magazin auch gleich findet: So sieht das Cover aus! ;o)

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Mucke und das Schleifenmädchen – Sneak!!

Liebe ist eine große Sache – vor allem, wenn man so klein ist wie Mucke! Einige von euch kennen Mucke vielleicht schon: Es ist der winzig kleine Engel, der mit seinen vier Brüdern auf Wolke 17 wohnt. Die Geschichten von Wolke 17 habe ich vor drei Jahren angefangen zu schreiben: Jedes Jahr gibt es zur Adventszeit eine vergnügliche Geschichte in 24 bunten Umschlägen. Und jedes Jahr ist ein anderer Engel in der Hauptrolle! Dieses Jahr hat es also Mucke getroffen, der sich in ein kleines Schleifenmädchen namens Geesje verliebt…

Ich habe für euch als Kostprobe ein Kapitel aus der Mitte genommen. Wir sind also schon mitten im Geschehen! Weitere Leseproben gibt es von Kalli und Gisbert. Wer sich beraten lassen möchte, welche der drei Geschichten wohl für seine Kinder passend ist, kann mir gerne schreiben: maerchen at edelfrosch.de Und wer darüber bloggen möchte, der meldet sich bitte auch! Ich würde mich sehr freuen. :o)

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Und jetzt geht’s los: Viel Spaß mit Mucke und Geesje!

MUCKE UND DAS SCHLEIFENMÄDCHEN, Kapitel 7

Während Kalli auf seiner Geige vorspielte, kümmerte sich Mucke um die Tischdekoration, die aus tanzenden Schneeflocken bestand. Er zeigte ihnen die Choreographie so lange, bis alle Schneeflocken sie verstanden hatten. „Immer tanzt eine von euch aus der Reihe“, sagte Mucke. „Aber vielleicht ist das auch das Schöne. Zumindest kann niemand behaupten, dass er so eine Tischdekoration hat wie wir!“, lachte er vergnügt und flatterte zu Gisbert rüber, der gebackene Zwerghörnchen auf den Tellern anrichtete. „Kannst du mir mal den Staubstreuer geben?“, bat er seinen winzigen Bruder. Mucke stöhnte. Der Staubstreuer ging ihm ungefähr bis zum Bauchnabel. „Zwerghörnchen mit Staub? Bist du sicher?“, fragte er und zerrte am Streuer. „Du hast recht! Zwerghörnchen mit Zwiebelringen schmecken sicher viel besser“, sagte Gisbert, der vom Kochen ganz rote Wangen hatte, und deutete auf eine Zwiebel. Mucke stellte den Staubstreuer wieder hin und ging zur Zwiebel, die er zu Gisbert rollte. Während Gisbert die Zwiebel in feine Ringe schnitt und eine Träne nach der anderen verdrückte, schaute Mucke immer wieder zu Geesje rüber, die von Kallis Geigenspiel ganz verzaubert war. „Jetzt geh schon hin“, sagte Gisbert und tupfte sich die Tränen ab. „Was hast du gesagt?“, fragte Mucke. „Du sollst da jetzt hingehen“, erwiderte Gisbert und grinste. „Da hingehen? Zu den anderen?“ „Ich dachte eher zu Geesje“, schmunzelte Gisbert, der längst gemerkt hatte, was mit seinem Bruder los war. „Ich weiß nicht“, sagte Mucke. „Von hier aus kann ich sie einfach anschauen. Wenn ich neben ihr stehe, muss ich ja auch mal woandershin schauen.“ Das verstand Gisbert und nickte. Als er den Tisch decken wollte und Muckes Dekoration sah, runzelte er die Stirn. „Meinst du nicht, dass das ein bisschen auffällig ist?“, fragte er seinen Bruder und deutete mit dem Kopf auf die Schneeflocken, die in Herzform über dem Tisch tanzten. „Ach so das. Meinst du, das ist zu viel?“, fragte Mucke. Gisbert grinste und nickte. Kalli war fast fertig mit seinem Stück. Mucke musste sich beeilen, wenn er die Tischdekoration noch verändern wollte. Er rannte schnell zum Tisch, klatschte in die Hände und die Schneeflocken blieben kichernd in der Luft stehen. „Tanzt in Eierform!“, rief er ihnen zu, und sie fingen an, sich in ovalen Schlaufen zu wiegen.

„Warum sollen wir denn in Eierform tanzen?“, murmelte Robert verwirrt. Mucke schaute schnell zu Geesje rüber. Sie hatte nichts bemerkt.

Gisbert hatte in der Zwischenzeit den Tisch gedeckt und das Essen serviert. „Zu Tisch, Kinder! Das Essen wird welk“, rief er und alle setzten sich vergnügt hin. Geesje saß neben Mucke. Sie bestaunte die tanzenden Schneeflocken, lauschte ihrem zarten Klirren und sah glücklich aus. Mucke hatte für sie das winzige Blümchengeschirr gedeckt, das er von seinen Brüdern geschenkt bekommen hatte. Jetzt wusste er endlich, wann er es benutzen konnte! Wenn er Besuch von Geesje hatte.

„Kann ich dich mal was fragen?“, sagte Robert mit vollem Mund zu Geesje. Sie nickte freundlich. „Warum sprichst du eigentlich nicht?“ Geesje schaute ihn an. Mucke, der die Frage gehört hatte, wurde ganz zappelig. „Sie spricht doch, nur nicht mit Worten!“, rief er aufgebracht. Geesje schmunzelte. „Ach so“, brummte Robert. Er schien mit der Antwort zufrieden zu sein. Geesje lächelte Mucke an, und er bekam ganz rote Ohren.

Zum Nachtisch gab es Zitronenjollen. Die fünf Brüder und Geesje machten wilde Grimassen, weil die Jollen so sauer waren. Die komischste Grimasse machte Gunter, und alle klatschten und jubelten – das gehörte dazu beim Jollenessen! Danach machte sich Geesje auf den Weg zu ihrer Wolke. Mucke verbeugte sich und sie machte einen Knicks. Dann kicherten sie und winkten sich noch zu, bevor sie losflog. Müde und zufrieden gingen die Engel zu Bett.

Soooooooooooo, das war’s mit der Leseprobe! Die Adventskalender können direkt per Mail an maerchen at edelfrosch.de für 24 Euro zzgl. Versand & Verpackung 2,60 Euro bestellt werden oder über meinen DaWanda-Shop. Die Geschichte Mucke und das Schleifenmädchen wird in den nächsten Tagen in den Shop einziehen.

 

 

„Blumen sind wohl Kunst“ – Miss Hazel die Tanzmaus

Lena hat sich von ihrem Taschengeld einen Blumenstrauß gekauft. Schön bunt und nicht so teuer. Drei Euro hat sie bezahlt und sich tierisch aufgeregt, als sie zu Hause feststellte, dass die Schnittblumen Babys hatten. „Sind die verrückt geworden, einfach Blumen mit Babys abzuschneiden?!“ Eine Frechheit. Wir haben die Blumenkinder gezählt, es waren viele. Die Blumen wieder einzupflanzen war eine schöne Idee von Lena, wir haben es aber doch nicht gemacht, weil die Schwester erklärt hat, warum das nichts bringt.

Blumenstrauß_webSo sah er also nach ein paar Tagen aus, Lenas Blumenstrauß. „Blumen sind wohl Kunst, nehme ich an“, stellte sie fest und fragte, ob wir den Strauß wegschmeißen müssen, wenn er verblüht ist. Vier Tage später waren die Blumen hinüber und landeten auf der Terrasse, um die Amseln zu erfreuen. Noch zwei Tage später holten wir sie wieder rein, weil wir im Garten eine Haselnuss gefunden hatten. Tja, und so ist aus dem Blumenstrauß nun die Bühne für Miss Hazel mit dem schicken Hut geworden. Was man nicht alles von Kindern lernt. <3

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Wenn euch Hazel die Tanzmaus zum Lächeln gebracht hat oder eure Fantasie beflügelt, freut mich das. Ich finde, sie hat tosenden Applaus verdient! :o)