Blog

Die märchenhafte Welt der Ruth Frobeen!


Archive


Sneak-Preview: Robert und der Auftrag – eine Adventsgeschichte in 24 Kapiteln

gepostet von: Ruth Frobeen | gepostet am: September 11th, 2015 | 0 Kommentare

Irgendwo fällt sicher schon Schnee – und ich bin mit der diesjährigen Adventsgeschichte fertig! Wer die Engel von Wolke 17 schon kennt, kann direkt unter dem Foto einsteigen und als Vorgeschmack auf die Weihnachtszeit ein Kapitel aus der neuen Geschichte Robert und der Auftrag lesen. Allen anderen erkläre ich kurz, worum es geht: Seit vier Jahren schreibe ich jährlich eine neue Geschichte, die von den 5 Engelbrüdern Kalli, Gisbert, Mucke, Robert und Gunter handelt. Die Geschichten sind 24 Kapitel lang und stecken in kunterbunten Umschlägen (siehe Foto). Wir sprechen also von literarischen Adventskalendern für Kinder und Erwachsene. Ich verspreche euch: Diese Adventskalender sind sehr süß und machen garantiert kein Karies! ;)

Wer Lust hat, in die Geschichten der Engelbrüder reinzulesen, bitte hier entlang: Kalli und das Weihnachtskonzert ist für Kinder ab 3 Jahren geeignet, die Musik mögen. Gisbert und der Mondstollen empfehle ich ab 4 Jahren; in dieser kulinarisch-kriminalistischen Geschichte gibt’s viele Rezepte. Mucke und das Schleifenmädchen ist ebenfalls ab 4 Jahren gut zu verstehen und handelt von Freundschaft und Liebe. Und die Geschichte von Robert würde ich ab 6 Jahren vorlesen. Nach oben hin gibt es keine Altersbegrenzung. Es gibt sogar Omis mit Adventskalender-Abo! :)

Adventskalender_web

So, jetzt geht’s aber los mit der Sneak-Preview. Ihr lest Kapitel 14! :)

Am Nachmittag fing es wieder an zu schneien. Robert schaute in den Himmel und musste niesen, als eine Schneeflocke sich auf seiner Nase niederließ. „Runter da, du kleines Ding“, murmelte er und machte eine wilde Grimasse, um die Schneeflocke loszuwerden. Die Schneeflocke kicherte. Dann flog sie leise klirrend davon. Robert räumte seinen Tisch auf, legte alle Sachen zurück in die Kisten und Schächtelchen und stellte den Sack unter den Tisch. „Wird schon nicht einschneien“, sagte er zu sich selbst und machte sich dann auf den Heimweg.

Unterdessen herrschte Chaos auf der Wohnwolke, denn Kalli hatte vergessen, das Schneesegel zu spannen, bevor er zur Probe geflogen war. Überall lag Schnee: auf den Betten, auf dem Tisch, auf dem Herd, einfach überall. Kalli raufte sich die Haare und suchte den Besen, während Gunter die Betten ausschüttelte. „Mach dir nix draus“, sagte er zu seinem kleinen Bruder. „Wir müssen sowieso aufräumen.“ Kalli fand seinen Besen und fing an, den Schnee von der Wolke zu fegen.

„Heee!“, rief Robert, als er eine Ladung Schnee ins Gesicht bekam. „Was soll das?“ Kalli schaute verdutzt über den Rand der Wolke. „Oh, Entschuldigung! Das tut mir wirklich leid“, sagte er und meinte es auch so. Er half seinem Bruder, den Schnee abzuschütteln. Robert grummelte und war schlecht gelaunt, was weniger am Schnee lag, sondern vielmehr daran, dass er mit dem Mantel nicht vorankam, den er für den Weihnachtsmann nähen sollte. Er legte sich auf sein Bett und starrte in den Himmel. Kalli fegte die Wolke sauber und machte den Herd an, um den Schnee zu schmelzen, der in der Küche gelandet war. Als Mucke und Gisbert heimkamen, sah die Wolke wieder picobello aus.

Gisbert verschwand gleich in der Küche, um süßen Brei zu kochen. „Nanu!“, rief er aus. „Der Herd ist ja ganz warm.“ Kalli ging zu ihm herüber und schaute betreten auf seine Füße. „Ich habe das Schneesegel vergessen…“, sagte er leise. Gisbert grinste. „Aber schön sauber ist es jetzt. Und der Herd ist warm, dann geht das Kochen auch viel schneller.“ Er zwinkerte Kalli zu.

Als sie wenig später alle um den Tisch herum saßen, süßen Brei aßen und über den Tag sprachen, taute auch Robert wieder auf. Als erstes erzählte Gisbert von seinem Tag in der Backstube. „Ihr könnt euch das nicht vorstellen. Eimerchen hat die Sachen so umgestellt, dass wir zwei Stunden früher mit allem fertig waren. Zwei Stunden! Ich habe die Engel nach Hause geschickt und an meinem Stollenrezept für das Weihnachtsfest weitergearbeitet.“ Gunter freute sich; schließlich hatte er Eimerchen ins Spiel gebracht. „Außerdem ist sie so nett“, fuhr Gisbert fort und Gunter nickte zustimmend. „Finde ich auch“, sagte er und zählte schnell die Blaubeeren, die auf seinem Teller waren. „Und wie war euer Tag so?“, fragte Gisbert in die Runde. Mucke sprang auf und lief auf dem Tisch hin und her. „Heute war furchtbar viel los! Erst habe ich Robert auf seine Vogelwolke begleitet, und auf dem Rückflug ist mir dann etwas Furchtbares passiert!“ Die Brüder schauten ihn erwartungsvoll an. „Also. Ich biege gerade um die Wolke, da erfasst mich ein Troglodytes troglodytes und fliegt mit mir davon!“ „Ein bitte was?“, fragte Kalli. „Ein Troglodytes troglodytes. Das ist der lateinische Name des Zaunkönigs“, erklärte Gunter. Mucke nickte aufgeregt. „Genau! Der hat mich geschnappt und wollte mit mir runter zur Erde. Denn hier oben ist’s ihm ja doch etwas zu kalt. Vögel frieren nämlich im Winter.“ Kalli nickte, das hatte er in der Schule auch schon gelernt. „Jedenfalls hält der mich so am Schlafittchen und ich zappel und zappel und trete und boxe. Da kommt plötzlich eine Troglodytes-Dame angeflogen und macht ‚Tek tek tek‘ und ich so ‚Hau ab!‘ und sie so ‚Tek tek tek‘ und ich so ‚Verschwinde‘ und beide Troglodytes ‚Tek tek tek‘.“ Mucke rannte auf dem Tisch hin und her und warf sich dann auf den Boden. „Jedenfalls!“, rief er aufgeregt. „Als der Troglodytes-Mann so ‚Tek tek‘ ruft, falle ich aus seinem Schnabel und lande etwas unsanft auf einer Cirrus-Wolke und bin fast hindurchgefallen. Die Vögel sind glücklicherweise runter zur Erde, weil ihnen kalt war. Sonst hättet ihr meine Geschichte nicht anhören können. Denn dann wäre ich jetzt mausetot.“ Mucke war außer Atem, als er sich wieder auf seinen Hocker setzte und weiteraß.

AdventskalenderEinsatzmoeglichkeiten_web

Wer dieses Jahr Lust auf einen literarischen Adventskalender hat, schicke mir eine Mail an maerchen at edelfrosch.de! Der Kalender kostet 24 Euro und ist von A bis Z selbstgemacht. Die Geschichten von Kalli, Gisbert und Mucke können sofort versendet werden. Robert muss noch in den Druck und wird ab Oktober abflugbereit sein. :)

Kommentare sind abegeschaltet.