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Dream a way – not away // Träume den Weg – träume dich nicht weg

gepostet von: Ruth Frobeen | gepostet am: Juli 1st, 2015 | 1 Kommentare

Letzte Nacht hatte ich einen seltsamen Traum. Mir träumte, ich hätte einen Film übersetzt, und führe mit der Filmcrew durch Finnland, um den Film in die Kinos zu bringen. Mit dem Fahrrad! Wir hatten schlechtes Wetter und kehrten in einer urigen Kantine ein. Ich habe mich mit diversen Leuten unterhalten, auf Englisch und Finnisch. Ich glaube, es ging meistens um den Film, der Linsensüppchen hieß. (Fragt nicht, ich weiß es doch auch nicht…Und Finnisch kann ich übrigens nur im Traum.)

Jedenfalls waren alle gut gelaunt und wir radelten von Stadt zu Stadt, wo wir vom wartenden Publikum jubelnd empfangen wurden, weil wir den Film mitbrachten. Der Traum endete abrupt mit einem Kinderfuß im Gesicht. Ich weiß nicht, was der Film bedeutet, aber ich weiß, dass mir zwei Sachen sehr gefallen haben: die Menschen und der Weg. Es hat sich gut angefühlt, in der Gruppe unterwegs zu sein und anderen ein tolles Geschenk zu machen. Nicht mal der Regen hat gestört. Na gut, es war auch nur geträumter Regen … Warum ich das mit euch teile? Weil mir das mit dem Weg nicht mehr aus dem Kopf geht. Als ich aufgewacht bin, mit dem Fuß im Gesicht, dachte ich genervt „go away!“ – womit natürlich der Fuß gemeint war. Dann dachte ich betrübt „dream away“, und dann dachte ich „dream a way“. Die Idee, den Weg zum Traum zu träumen hat mich nicht mehr losgelassen und ich habe den ganzen Tag darüber nachgedacht, was das bedeutet. Ich bin zu folgendem Schluss gekommen, der sich auf Dinge bezieht, die wir uns wünschen und erträumen:

Dream a way – not away. Frei übersetzt: Träume den Weg – träume dich nicht weg.

Dream a way, träume den Weg

Das bedeutet für mich, dass ich mich gedanklich nicht nur zu der Sache hinbeame, die ich mir wünsche, sondern dass ich mir den Weg bildlich vorstelle. Das hat den Vorteil, dass ich für die einzelnen Traumstationen einschätzen kann, ob sie realistisch bzw. realisierbar sind oder nicht. Wenn sie realisierbar sind, kann ich die Stationen Schritt für Schritt gehen und komme meinem Traum tatsächlich näher. Und ich kann auch mal die Richtung ändern, vielleicht komme ich dann bei einem noch tolleren Traum heraus, wer weiß. Das ist nicht möglich, wenn ich mich einfach nur weg- und zu der Sache hinträume. Dann kann ich mich auch nicht bejubeln, wenn ich mich tatsächlich auf den Weg mache. Letztlich ist der Traum, den man träumt, nichts ohne seinen Weg. Viel besser als ich weiß das Diana Nyad. Ihr Traum war es, von Kuba nach Florida zu schwimmen. Der Weg dahin hat 40 Jahre gedauert! Was für ein Traum … Schaut unbedingt ihren Ted Talk: Never, ever give up.

Na denn: Gute Reise! Und bejubelt euch, wenn ihr eurem Traum Stück für Stück näher kommt. ;o)

Kommentare (1)


  1. Kindderachtziger.ruhr -
    3. Juli 2015

    Das ist ein toller Gedanke, oftmals scheinen einem Träume ja so unerreichbar weit weg, aber wenn man sich einen Weg erträumt und kleine Zwischenziele erreichen kann ist das sicher motivierend. Träume auch sehr intensiv und oft konfus, vielleicht muss ich da auch mal Struktur reinbringen. Habe sogar letztens einen Bericht gesehen, dass es Möglichkeiten gibt, seine Träume zu beeinflussen und sie nicht nur „abspielen“ zu lassen. Spannend und beängstigend zugleich finde ich.

    Viele Grüße, Silke