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Passion is a matter of expression. Ein paar Gedanken zur Leidenschaft

gepostet von: Ruth Frobeen | gepostet am: Juni 30th, 2015 | 2 Kommentare

Heute habe ich ein interessantes Video von Brooke Shaden gesehen. Bei Brooke geht es immer um Leidenschaft, deshalb heißt ihr Blog auch Promoting Passion. Sie ist eine große Verfechterin der Leidenschaft und glaubt, dass jeder Passion in sich trägt. Hmmm. Ich hoffe es doch sehr! Denn Leidenschaft hilft dabei, sich auf eine höchst eigene Art und Weise auszudrücken und mitzuteilen. Mir kam folgender Gedanke: Passion is a matter of expression. It will always find a way to burst. (Ja, ich denke auch mal auf Englisch. Berufskrankheit!) Für mich trifft das zu. Leidenschaft und Ausdruck hängen ganz eng zusammen.

Federklein

Ich bin unter anderem Märchenautorin. Ich spiele mit Wörtern, lasse sie tanzen, kreisen und singen. Schreiben ist meine Leidenschaft, und ich tue es nicht nur für mich, sondern vor allem für andere. Ich möchte Menschen erreichen. Für die Schublade zu schreiben, macht wenig Spaß. Und deshalb schreibe ich am liebsten Märchen für Pärchen und Geschichten für alle. Es ist wunderbar, dass ich meine Leidenschaft ausleben und davon leben kann. Das ist sicher nicht jedem vergönnt. Niemand kann erwarten, dass die Leidenschaft einem die Taschen füllt. Und glaubt mir: Nicht alles, was ich für Geld schreibe, lässt mich himmelhoch vor Freude jauchzen. Wenn das Thema nicht so spannend ist, besinne ich mich einfach auf die schönen Wörter und freue mich an ihnen. So einfach ist das. JA. SO EINFACH IST DAS. Ich betrachte es von der linguistischen Seite – und die macht mir Spaß, egal welches Thema auf meinem Tisch liegt.

Eine andere Leidenschaft ist die Fotografie. Das wisst ihr ja. Sie bereichert mich. Oder vielmehr ich bereichere mich. Denn die Fotografie ist eine Leidenschaft, die ich nicht in erster Linie für andere auslebe, um ihnen Schönes zu schenken. Ich beschenke mich selbst, indem ich eine Ausdrucksform nutze, mit der ich noch mehr ich sein kann. Klingt egozentrisch? Nö. Klingt nach einem Seelchen, das auf der Suche nach Identität und Sinn ist. (Hier ein Ultrakurzwitz für Egozentriker: „Wie geht es mir?“)

Wer seiner Leidenschaft nachspürt und sie ergreift und zulässt, kann daran nur wachsen. Und das ist nicht nur für einen selbst gut. Das ist auch gut für andere. Wenn eine meiner Geschichten auch nur einen Menschen berührt, habe ich etwas richtig gemacht. Genau das Gleiche gilt für die Bilder. Ich weiß, dass manche von euch davon berührt werden, ihr erzählen es mir. Das freut mich riesig, und ich danke allen, die mir das sagen. Denn ich bin (anders als beim Schreiben) manchmal unsicher, ob sie gut sind. Für mich sind sie es. Was ich nicht gut genug finde, zeige ich nicht öffentlich.

In 5 Jahren werde ich womöglich denken OMG!?! WTF habe ich da nur verbrochen?!? :D Irgendwie freue ich mich schon darauf. Vielleicht wird es auch nicht passieren. Ist auch egal, denn ich mache die Bilder sowieso. Fotografie gehört jetzt einfach dazu. Sie ist eine Sprache, mit der ich spielen und anderen etwas schenken kann, wenn sie einen Zugang zu den Bilder haben. Da wäre ich schön blöd, Fotos für die Schublade zu machen! So. Und nun stöbert ein bisschen bei Brooke. Sie macht viel zum Thema Fotografie, aber auch eine Menge universeller Themen.

Kommentare (2)


  1. Kindderachtziger -
    1. Juli 2015

    Vor einiger Zeit viel mir ein Spruch aus dem Glückskeks in die Hände „deine Leidenschaft erwacht“. So kam ich dazu mir über dieses Thema Gedanken zu machen, wollte es auch verbloggen, doch so richtig konnte ich es nicht greifen. So langsam aber verstehe ich, was mir Spaß macht und wofür ich „brenne“, was meine Leidenschaft ist. Danke für diesen Beitrag und den Link zu Brooke, das hat mich nochmal bestärkt.

    Mit Worten spielen können finde ich wunderbar und die Fotografie gefällt mir auch, nur brauche ich noch sehr viel Übung. Doch du hast recht, es ist wichtig auch mal etwas für sich zu tun, was einem selbst Freude bereitet. Ein Gedanke, den ich verinnerlichen möchte.

    Viele Grüße, Silke

    • Ruth Frobeen -
      1. Juli 2015

      Danke für deinen Kommentar, Silke! Wenn etwas nach Leichtigkeit aussieht, heißt es nicht, dass es leicht ist. Kein Geiger kommt Violine spielend zur Welt. ;) Ich denke, man sollte vor allem nicht verzweifeln, wenn die Dinge, die man mit Leidenschaft tut, nicht „gelingen“. Unsere Leidenschaft ist primär für uns. Und wenn jemand zuschaut/zuhört etc. und es gefällt ihm: umso besser!
      Liebe Grüße Ruth