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Die Roadmap – Wo geht’s hier bitte zum Wunderland?

gepostet von: Ruth Frobeen | gepostet am: Mai 25th, 2015 | 6 Kommentare

Die meisten Menschen reisen so: Sie haben ein Ziel, packen den Koffer und fahren los. Manche haben kein Ziel, packen trotzdem den Koffer und fahren los. So haben das meine Mutter und ich einmal gemacht, als ich 11 Jahre alt war. Gelandet sind wir in irgendeinem Skigebiet. Als absolute Skinullen. Das war sehr aufregend. Wiederholen möchte ich das aber nicht. Eine ungefähre Vorstellung davon, wohin die Reise geht, möchte ich schon haben, damit ich mich darauf einstellen und entsprechend meinen Koffer packen kann. Eine große Portion Flexibilität ist immer drin, das ist klar. Aber wenn ich nach Süden fahren möchte, sollte ich nicht unbedingt im Norden landen.

Privat und beruflich finde ich es sehr erfrischend, immer mal wieder eine Roadmap zu zeichnen, um mir klar zu machen, wo die Reise hingeht. Als Unternehmerin brauche ich natürlich auch eine Roadmap, damit ich weiß, in welche Richtung ich mit meinem Business gehe. Den Fahrplan schreibe ich selbst (und ständig neu) – wie Selbstständige das häufig so tun: Ich entscheide, wo es langgeht. Ich entscheide, wo ich Pause mache. Und ich entscheide, ob und wann und warum ich die Route ändere. Es ist wunderbar, sein eigener Business Developer zu sein!

Aktuell sieht meine Roadmap so aus (Achtung: kein Ziel, aber nicht ziellos!):

Roadmap

Im Gepäck habe ich Talente, Ideen, Geschichten und natürlich Liebe. Ohne Liebe kann ich nicht arbeiten. Naja, vielleicht könnte ich. Aber ich wäre nicht überzeugend in dem, was ich tue. Also muss in meinem Gepäck Liebe zu den Dingen sein, die ich mache. Glücklicherweise habe ich so viel davon, dass ich meinen Kunden etwas abgeben kann. Sie empfinden das häufig als Leichtigkeit. Und das ist eine meiner Stärken.

Du willst wissen, was du in deinen persönlichen Koffer packen kannst? Am besten Dinge, die dich als unternehmerische Persönlichkeit ausmachen. Das, was du immer dabei hast, was dich ausmacht. Kreativität zum Beispiel. Oder Hartnäckigkeit. Weiß ich doch nicht, wer das hier liest! :)

Kommen wir zur Person des Reisenden. Ich habe ein Wort gesucht, das mich auf meiner Reise beschreibt. Und ich habe mich für Leidenschaft entschieden, denn alles andere überzeugt mich nicht. Leidenschaft ist mein Ladekabel und gibt mir Kraft, so einfach ist das! Ohne Ladekabel auf den Weg machen? Keine. Gute. Idee.

Nun kommt das Spannendste!

Das Ziel? Nein. Der Weg natürlich. Das Ziel meiner Reise kenne ich nicht genau. Manchmal ahne ich etwas, habe eine Vision (jeder Unternehmer hat eine Vision, oder?), aber da sich das Gepäck, der Reisende und der Weg verändern können, verändert sich eben auch das Ziel. Bei meinem Weg orientiere ich mich an Träumen, die sich in meinem Verhalten widerspiegeln. Meine Freundin Susi schrieb kürzlich, wir sollten lauter träumen. Ich werde es versuchen, auch wenn es Überwindung kostet.

Zurück zum Weg. Der ist für mich als Pixie on Purpose recht eindeutig: Wunderland. Wunderland als Weg, und nicht als Ziel. Wunderland bedeutet für mich kreative Freiheit. Auf diesem Weg ist ALLES möglich, das macht ihn so spannend und abwechslungsreich. Natürlich irre ich nicht kopflos herum. Das wäre sehr leichtsinnig. Nicht mein Stil. Wenn man den Weg nicht kennt, sollte man genau hinschauen und auf Hinweise und Wegweiser achten. Die meisten Wegweiser kann ich als Creative Director sogar selbst beschriften. Zum Beispiel mit „Weiter“ oder „Zurück zu Spaß“ oder auch „Geld? Da lang“. Klingt nach Spaß? Ist aber hart erarbeitet.

Das ist also der Weg meiner aktuellen Roadmap. Ich kenne einige Stationen der Reise, entdecke ständig Neues, lerne täglich dazu und wachse mit meinen Erfahrungen, die ich unterwegs mache. Neulich zum Beispiel hat mich mein Weg zu einem Workshop von Heide Liebmann geführt. Es ging um das Potenzial der unternehmerischen Persönlichkeit. Was mich nachhaltig beeindruckt und weitergebracht hat, war die Aufgabe, 20 Gründe zu formulieren, warum ich eine tolle Unternehmerin bin. Schockstarre! Ich habe es selbst nicht geglaubt, aber innerhalb von 3 Minuten hatte ich 20 handfeste Gründe aufgeschrieben, die ich mir seitdem jeden Tag anschaue. Solche scheinbar kleinen Übungen können einem dabei helfen, große Schritte zu machen.

Du möchtest deine eigene Roadmap zeichnen? Mögliche Fragen, die du dir stellen kannst: Wo bin ich? Wo will ich hin? Was nehme ich mit? Was ist mein Ladekabel? Wer kennt sich hier aus und hat Tipps? Viel Spaß beim Zeichnen!

Kommentare (6)


  1. Heide Liebmann -
    25. Mai 2015

    Liebe Ruth, ein toller Artikel! Am schönsten finde ich deine Zeichnung. Die bringt es ganz wunderbar auf den Punkt. Danke dafür.

    • Ruth Frobeen -
      25. Mai 2015

      Danke DIR für die Impulse beim Workshop. Ich habe übrigens noch die Arbeiterschuhe mit Stahlkappen dazugestellt. Für alle Fälle! :D

  2. Annette Ahlborn -
    26. Mai 2015

    Hallo Ruth, ich mag das Bild auch total gern, könntest du sicher im Posterformat verkaufen. Aber du hast schon recht, selber zeichnen, wenn ich es auch nicht halb so gut könnte … Danke für den Blog!

    • Ruth Frobeen -
      26. Mai 2015

      Danke, Annette! Der Witz ist ja: Roadmaps müssen nicht gut aussehen. Sie sollten nur etwas bedeuten. ;) Viel Spaß beim Grübeln und Zeichnen!

  3. Nathalie Bromberger -
    26. Mai 2015

    Schön, so eine knallrote Herz-Roadmap!

  4. Beatrice -
    27. Mai 2015

    Die Idee gefällt mir gut.
    Danke für die Inspiration.
    Lg
    Beatrice