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Mucke und das Schleifenmädchen – Sneak!!

gepostet von: Ruth Frobeen | gepostet am: August 19th, 2014 | 0 Kommentare

Liebe ist eine große Sache – vor allem, wenn man so klein ist wie Mucke! Einige von euch kennen Mucke vielleicht schon: Es ist der winzig kleine Engel, der mit seinen vier Brüdern auf Wolke 17 wohnt. Die Geschichten von Wolke 17 habe ich vor drei Jahren angefangen zu schreiben: Jedes Jahr gibt es zur Adventszeit eine vergnügliche Geschichte in 24 bunten Umschlägen. Und jedes Jahr ist ein anderer Engel in der Hauptrolle! Dieses Jahr hat es also Mucke getroffen, der sich in ein kleines Schleifenmädchen namens Geesje verliebt…

Ich habe für euch als Kostprobe ein Kapitel aus der Mitte genommen. Wir sind also schon mitten im Geschehen! Weitere Leseproben gibt es von Kalli und Gisbert. Wer sich beraten lassen möchte, welche der drei Geschichten wohl für seine Kinder passend ist, kann mir gerne schreiben: maerchen at edelfrosch.de Und wer darüber bloggen möchte, der meldet sich bitte auch! Ich würde mich sehr freuen. :o)

Adventskalender_web

Und jetzt geht’s los: Viel Spaß mit Mucke und Geesje!

MUCKE UND DAS SCHLEIFENMÄDCHEN, Kapitel 7

Während Kalli auf seiner Geige vorspielte, kümmerte sich Mucke um die Tischdekoration, die aus tanzenden Schneeflocken bestand. Er zeigte ihnen die Choreographie so lange, bis alle Schneeflocken sie verstanden hatten. „Immer tanzt eine von euch aus der Reihe“, sagte Mucke. „Aber vielleicht ist das auch das Schöne. Zumindest kann niemand behaupten, dass er so eine Tischdekoration hat wie wir!“, lachte er vergnügt und flatterte zu Gisbert rüber, der gebackene Zwerghörnchen auf den Tellern anrichtete. „Kannst du mir mal den Staubstreuer geben?“, bat er seinen winzigen Bruder. Mucke stöhnte. Der Staubstreuer ging ihm ungefähr bis zum Bauchnabel. „Zwerghörnchen mit Staub? Bist du sicher?“, fragte er und zerrte am Streuer. „Du hast recht! Zwerghörnchen mit Zwiebelringen schmecken sicher viel besser“, sagte Gisbert, der vom Kochen ganz rote Wangen hatte, und deutete auf eine Zwiebel. Mucke stellte den Staubstreuer wieder hin und ging zur Zwiebel, die er zu Gisbert rollte. Während Gisbert die Zwiebel in feine Ringe schnitt und eine Träne nach der anderen verdrückte, schaute Mucke immer wieder zu Geesje rüber, die von Kallis Geigenspiel ganz verzaubert war. „Jetzt geh schon hin“, sagte Gisbert und tupfte sich die Tränen ab. „Was hast du gesagt?“, fragte Mucke. „Du sollst da jetzt hingehen“, erwiderte Gisbert und grinste. „Da hingehen? Zu den anderen?“ „Ich dachte eher zu Geesje“, schmunzelte Gisbert, der längst gemerkt hatte, was mit seinem Bruder los war. „Ich weiß nicht“, sagte Mucke. „Von hier aus kann ich sie einfach anschauen. Wenn ich neben ihr stehe, muss ich ja auch mal woandershin schauen.“ Das verstand Gisbert und nickte. Als er den Tisch decken wollte und Muckes Dekoration sah, runzelte er die Stirn. „Meinst du nicht, dass das ein bisschen auffällig ist?“, fragte er seinen Bruder und deutete mit dem Kopf auf die Schneeflocken, die in Herzform über dem Tisch tanzten. „Ach so das. Meinst du, das ist zu viel?“, fragte Mucke. Gisbert grinste und nickte. Kalli war fast fertig mit seinem Stück. Mucke musste sich beeilen, wenn er die Tischdekoration noch verändern wollte. Er rannte schnell zum Tisch, klatschte in die Hände und die Schneeflocken blieben kichernd in der Luft stehen. „Tanzt in Eierform!“, rief er ihnen zu, und sie fingen an, sich in ovalen Schlaufen zu wiegen.

„Warum sollen wir denn in Eierform tanzen?“, murmelte Robert verwirrt. Mucke schaute schnell zu Geesje rüber. Sie hatte nichts bemerkt.

Gisbert hatte in der Zwischenzeit den Tisch gedeckt und das Essen serviert. „Zu Tisch, Kinder! Das Essen wird welk“, rief er und alle setzten sich vergnügt hin. Geesje saß neben Mucke. Sie bestaunte die tanzenden Schneeflocken, lauschte ihrem zarten Klirren und sah glücklich aus. Mucke hatte für sie das winzige Blümchengeschirr gedeckt, das er von seinen Brüdern geschenkt bekommen hatte. Jetzt wusste er endlich, wann er es benutzen konnte! Wenn er Besuch von Geesje hatte.

„Kann ich dich mal was fragen?“, sagte Robert mit vollem Mund zu Geesje. Sie nickte freundlich. „Warum sprichst du eigentlich nicht?“ Geesje schaute ihn an. Mucke, der die Frage gehört hatte, wurde ganz zappelig. „Sie spricht doch, nur nicht mit Worten!“, rief er aufgebracht. Geesje schmunzelte. „Ach so“, brummte Robert. Er schien mit der Antwort zufrieden zu sein. Geesje lächelte Mucke an, und er bekam ganz rote Ohren.

Zum Nachtisch gab es Zitronenjollen. Die fünf Brüder und Geesje machten wilde Grimassen, weil die Jollen so sauer waren. Die komischste Grimasse machte Gunter, und alle klatschten und jubelten – das gehörte dazu beim Jollenessen! Danach machte sich Geesje auf den Weg zu ihrer Wolke. Mucke verbeugte sich und sie machte einen Knicks. Dann kicherten sie und winkten sich noch zu, bevor sie losflog. Müde und zufrieden gingen die Engel zu Bett.

Soooooooooooo, das war’s mit der Leseprobe! Die Adventskalender können direkt per Mail an maerchen at edelfrosch.de für 24 Euro zzgl. Versand & Verpackung 2,60 Euro bestellt werden oder über meinen DaWanda-Shop. Die Geschichte Mucke und das Schleifenmädchen wird in den nächsten Tagen in den Shop einziehen.

 

 

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