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KOLUMNE: Denn Sie wissen ja, was Sie tun

gepostet von: Ruth Frobeen | gepostet am: November 27th, 2013 | 0 Kommentare

Verliebt, verlobt, verheiratet. So geht das doch, oder? Ich habe mir ein paar Gedanken darüber gemacht, warum Leute eigentlich heiraten. Und fürs marryMAG eine Kolumne darüber geschrieben: Denn Sie wissen ja, was Sie tun! Oder?

Paar

Meine Freundin Janne wusste schon mit fünf Jahren, dass sie heiraten wollte. Nicht etwa, weil sie eine Sandkastenliebe gefunden hatte, nein. Und auch nicht, um ihren recht gewöhnlichen Nachnamen gegen einen anderen Namen einzutauschen. Janne wollte aus steuerlichen Gründen heiraten! Das machen ja viele. Letzten Herbst hat sie ihren Plan dann doch über Bord geworfen und aus Liebe geheiratet. Das machen ja auch viele. (Jannes Mann ist übrigens Steuerberater, das nur am Rande.)

Neben Liebe und Steuern gibt es natürlich noch andere gute Gründe zum Heiraten. Zum Beispiel das Brautkleid. Es kostet vielleicht ein paar Nerven, jede Menge Zeit und einen Haufen Geld. Aber wenn man das Traumkleid dann endlich gefunden hat, schwebt man auf Wolke sieben. Ich denke auch an die Party der Partys. Haben Sie gewusst, dass in Deutschland durchschnittlich 15.000 Euro für eine Hochzeit ausgegeben wird? Das ist ziemlich viel Konfetti, wenn man es mal umrechnet. Natürlich heiratet niemand ausschließlich wegen der Hochzeitsfeier. Oder kennen Sie vielleicht jemanden, der aus Langeweile geheiratet hat? Eben, ich auch nicht. „Du Schatz, das Fernsehprogramm ist so öde. Wollen wir heiraten?“ So läuft das nicht – ein bisschen handfester sollten die Beweggründe schon sein. Schließlich geht es hier um Ihr Leben! Aber das muss ich Ihnen ja nicht erzählen. Denn Sie wissen ja, was Sie tun.

Janne und ihr Liebster hatten übrigens eine ganz kleine Hochzeitsfeier. Man könnte es auch ein buntes Get-together nennen. Die Gäste konnten kommen und gehen, wann sie wollten. Janne trug ein schlichtes gelbes Kleid mit roten Tupfen und ihr Mann hatte ein Blümchen im Knopfloch. Es wurde viel gelacht, geherzt und gegessen. Für Janne und ihren Mann ist es ein unvergesslicher Tag geworden. Und sie haben nachträglich sogar die Steuern geltend gemacht und von dem Geld eine kleine Sandkiste gekauft.

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