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Maia im Wunderland – ein Gespräch mit Fotografin Maia Flore

gepostet von: Ruth Frobeen | gepostet am: Juni 20th, 2013 | 0 Kommentare

Es gibt Menschen, die beeindrucken mich durch ihre Schönheit – wobei Schönheit hier nichts mit dem Aussehen zu tun hat, sondern vielmehr mit dem künstlerischen Ausdruck. Maia Flore ist so ein Mensch. Sie ist Fotografin, veröffentlicht u.a. in The New Yorker, Libération und Photos Nouvelles, stellt international aus und ist eine sehr liebenswürde, aufgeschlossene junge Frau. Als ich sie in der NOVA entdeckte, bin ich mit ihr in einen sehr netten Dialog getreten. Auf die Frage, ob ich unser kleines „Gespräch“ im Blog veröffentlichen darf, hat sie sofort mit ja geantwortet. Hocherfreut: Maia im Wunderland!MaiaFlore6

 

Edelfrosch: Deine Bilder sind so malerisch, sie wirken wie Gemälde. Was inspiriert dich zu diesen Traumwelten?

Mich inspirieren Dinge, die mir gefallen und Dinge, die mir nicht gefallen. Ich finde Inspiration in Außergewöhnlichem und Alltäglichem.

Edelfrosch: Hast du eine genaue Vorstellung davon, wie ein Foto werden soll, bevor du es machst?

Maia: Ja, manchmal schon, dann beginnt eine lange Zeit zwischen der initialen Idee und der fotografischen Umsetzung! Ich nehme mir nicht unbedingt vor, die Idee in einer bestimmten Zeit umzusetzen. Viel wichtiger ist der Ort, an dem ich das Bild inszentieren kann. Das kann wirklich lange dauern… Ich habe angefangen, mir Notizen darüber zu machen, wann die Idee entsteht und wann sie schließlich umgesetzt ist. Das mache ich nur für mich, aus Spaß vielleicht, oder um mich hier ein bisschen anzutreiben. So genau weiß ich das nicht.

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Edelfrosch: Wie spiegelt sich dein Innenleben in deinen Bildern wider?

Das ist eine ziemlich schwere Frage! Bestimmt für alle Künster? Vielleicht spiegelt sich jede Art von Kunst irgendwann einmal aus dem Leben des Autors wider. Aber ich glaube auch, dass Fotografie das nicht Realisierbare möglich macht. Vermutlich kommen meine Bilder irgendwo zwischen meinem Innenleben und meiner Vorstellung her.

Edelfrosch: Wie „siehst“ du Dinge? Mit den Augen, dem Herzen…?

Maia: Mit der Haut, den Augen, den Ohren, mit jedem noch so kleinen Sinn, den ich habe. Es geht für mich auch darum, dass sich die Natur permanent verändert und wandelt. Viel schwerer wäre es, die schützende Hülle abzulegen, die man jeden Tag überstreift, und noch mehr zu fühlen. Leider hat man nicht für alles diesen sensiblen Zugang. Dank Poesie oder Musik kommt man dem aber näher.

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Edelfrosch: Gibt es irgendetwas, irgendjemanden, irgendeinen Ort, den du unbedingt mal fotografieren möchtest?

Maia: Auf dem Mond! Ich möchte das Gefühl festhalten, an einem Ort zu sein, an dem die Füße und der Boden keinen klaren Zusammenhang haben.

Edelfrosch: Was ist deine wichtigste Ausrüstung?

Maia: Das Licht! Ich fotografieren meistens bei Tageslicht, denn es ist für mich einfacher, dieses Licht und seine Wahrnehmung zu erfassen. Ich fotografiere analog und digital.

Edelfrosch: Liest du irgendwelche Fotoblogs?

Maia: Tut mir leid, dazu kann ich nichts sagen. Ich habe mit Blogs und sozialen Netzwerken nichts am Hut und gehe lieber in die Bibliothek, um Bücher zu lesen.

Wer noch mehr über Maia wissen möchte, sollte unbedingt in ihrer Fotogalerie stöbern. Ich persönlich setze unseren Dialog fort und unterhalte mich weiter mit ihr über Bücher, Autoren und Märchen. Ich finde viele ihrer Bilder märchenhaft. Ihre Bildsprache zieht einen hinein in eine Traumwelt, in der auch das scheinbar Unmögliche möglich ist. Wie im Märchen – oder im Wunderland!

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