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Märchen-Adventskalender Sneak: Kalli und das Weihnachtskonzert

gepostet von: Ruth Frobeen | gepostet am: Oktober 3rd, 2012 | 7 Kommentare

Hier könnt ihr das erste Kapitel aus Kalli und das Weihnachtskonzert lesen, einer Geschichte mit 24 Kapiteln für die aufregende Adventszeit! Ihr wollt wissen, für welches Alter die Geschichte ist? Gute Frage. Sagen wir es so: Ich habe sie für meine Kinder geschrieben, von denen eins in die Grundschule geht und das andere in den Kindergarten. Und natürlich soll auch der Vorlesende seinen Spaß haben. Es ist ein Märchen für alle: Zum Vorlesen am Frühstückstisch, zum Christstollen oder abends im Bett. Ich hoffe, ihr werdet so viel Freude daran haben wie ich Spaß beim Schreiben hatte!

Der Kalender wird ab der 2. Oktoberwoche verschickt! Wer ihn für 24 Euro bestellen möchte, schickt mir einfach eine Mail an maerchen@edelfrosch.de oder guckt mal im Edelfrosch-Shop. Wie man den Kalender „benutzen“ kann, hat Michaela von Aichberger wunderschön illustriert.

Genug der unromantischen Einleitung, hier ist das erste Kapitel!

KALLI UND DAS WEIHNACHTSKONZERT

Es war einmal ein kleiner Engel namens Kalli, der wohnte mit seinen Brüdern im Himmel auf Wolke 17. Sie hatten es sehr nett auf ihrer Wolke, denn die Wolke war groß und sie war weich wie Zuckerwatte. Jeder Engel hatte auf der geräumigen Wolke seine eigene Ecke mit einem Bettchen. Und sie hatten auch eine Spielwolke, da spielten sie Wolkenball und Sternekitzeln. Wenn die Engel müde wurden, lauschten sie dem leisen Klirren der Schneeflocken, die durch die Luft wirbelten und schliefen unter ihren weichen Wolkendecken ein. Wusstet ihr, dass auf der Erde ein Wunder geschieht, wenn Engel träumen? Jeder Engeltraum geht in Erfüllung, und Engel haben nur süße Träume. Viele Engel träumen von Musik, und weil Musik das Herz zum Hüpfen bringen kann, hüpfen auf der Erde die Menschenherzen, wenn Musik geträumt oder gespielt wird. Das kennt ihr sicher auch.

Auf Wolke 17 wohnten also fünf Engelbrüder, die hatten alle unterschiedliche Gaben. Da war der dicke Robert, der konnte, glaubt es oder nicht, auf selbstgeknüpften Sternenfäden von Wolke zu Wolke balancieren. Dann gab es den langen Gisbert, der konnte aus purer Luft süßen Himmelsbrei kochen. Der winzige Mucke konnte zauberhaft singen und Gedichte aufsagen, der dünne Gunter war blitzgescheit und der Schnellste im Sternezählen und unser kleiner Engel Kalli spielte wunderschön Geige.

In dieser Weihnachtsgeschichte geht es um Kalli, den Engel mit der Geige.

Eines Tages hüpfte Kalli vom Geigenunterricht bei Frau Wirbel nach Hause. Er sprang von Wolke zu Wolke, denn Kalli war ein bisschen faul und fliegen konnte er auch noch nicht besonders gut. Und während er so hüpfte und in den Wolken versank, dachte er sich ein Spiel aus, das er mit seinen Brüdern spielen wollte. Als er auf Wolke 17 ankam, pfefferte er seine Geige unters Bett und lief zur Spielwolke rüber, auf der sich seine Brüder tummelten.

„Hallo, da bin ich wieder“, rief Kalli und klatschte in die Hände. „Hallo, hallo“, riefen seine Brüder und spielten weiter Sternekitzeln. Sie hatten gerade erst angefangen, und die Sterne kicherten vergnügt. „He, ich habe mir was ausgedacht“, sagte Kalli und hoffte, dass seine Brüder ihr Spiel unterbrechen würden. Aber sie spielten weiter und hörten gar nicht zu, als er ihnen von der Mondrutsche erzählte, die er sich ausgedacht hatte.

„Mondrutsche? Das klingt ja nach einem Babyspiel“, rief der lange Gisbert und kitzelte einen besonders hellen Stern. „Du bist einfach noch zu klein, Kalli. Geh mal lieber Geige üben“, sagte Mucke, der viel kleiner als Kalli war, aber eben viel älter.

Da war Kalli traurig, ging zur Wohnwolke und holte seine Geige unterm Bett hervor. Mucke hatte ja recht, er sollte eigentlich Geige üben, denn bis zum großen Weihnachtskonzert war es nicht mehr lange hin und er konnte die Lieder noch nicht. Frau Wirbel, seine nette Geigenlehrerin, hatte ihm heute neue Lieder aufgegeben. Und die wollte er jetzt üben, obwohl er lieber die Mondrutsche ausprobiert hätte, denn es war abnehmender Mond und er hätte eine prima Rutsche abgegeben!

Kalli packte seine Geige aus, spannte den Bogen, stellte seinen Notenständer auf und wollte gerade losspielen, da merkte er, dass er gar keine Noten hatte. Er lege seine Geige aufs Bett, beugte sich runter und schaute unter das Bett, wo nur eine kleine Schneeflocke sich an die Wolke schmiegte.

Kalli wunderte sich. Frau Wirbel hatte ihm doch ein ganzes Heft mit Weihnachtsliedern mitgegeben! Schnell packte er die Geige ein, nahm seine rote Mütze und sprang von Wolke zu Wolke …

Aus Kalli und das Weihnachtskonzert von Ruth Frobeen

Kommentare (7)


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  2. Ralf -
    10. Oktober 2012

    Haben will!!
    ;-))

    • Ruth Frobeen -
      10. Oktober 2012

      Haben sollst und haben wirst! ;o))

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