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Die märchenhafte Welt der Ruth Frobeen!


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Latente Hemmung? Gute Idee!

gepostet von: Ruth Frobeen | gepostet am: Juli 10th, 2012 | 0 Kommentare

Ideen kommen immer und überall! Zumindest dann, wenn die latente Hemmung im Hirn schwach entwickelt ist. Was soll das denn bedeuten?!

Im Texttreff hatten wir eine spannende Diskussion zum Thema, was tun, wenn uns die Ideen überrollen. Eine Textine zitierte aus Wolf Lotters Artikel Die Gestörten: „Kreative sind deshalb kreativ, weil ihr Gehirn auf Sinnesreize aller Art höchst offen reagiert. In durchschnittlichen Oberstübchen sorgt ein Mechanismus namens ‚latente Hemmung‘ dafür, dass Reize von außen mehr oder weniger abgeblockt werden. (…) Ganz anders ist da das Denkorgan von Kreativen geschaltet. Die latente Hemmung ist schwach entwickelt, das Gehirn ist auf 360 Grad offen, zu allem bereit, rund um die Uhr.“ Und so prasseln Reize auf das Gehirn ein und formen sich mehr oder weniger schnell zu Ideen, die selbstverständlich nicht alle weltbewegend und bahnbrechend sind. Um das beurteilen zu können, ist es aber wichtig, sie zu notieren – in welcher Form auch immer.

Wenn ich unterwegs bin und Ideen festhalten möchte, spreche ich sie in mein Smartphone rein, auf dem ich aktuell ca. 50 Sprachmemos habe, die ich alle noch durchhören und eventuell notieren muss (Memo an mich: Memos durchgehen). Der Zeitpunkt, wann eine Idee meint, sich zeigen zu wollen, kann ganz schön unpassend sein. Es ist mehr als unhöflich, mitten im Gespräch sein iPhone zu schnappen, wild darauf rumzutippen und dann unzusammenhängende Sätze reinzusprechen. Da ist es schon netter, wenn man ein Notizbüchlein zückt und sein Gegenüber um zwei Minuten bittet. „Geistesblitz, Sie verstehen das!“ Viel Aufmerksamkeit bekommt mein Froschbuch, in das ich Märchenideen und erste Sätze schreibe, wenn ich unterwegs bin. In dem Buch habe ich goldene Umschläge, Visitenkarten und allerlei Märchengedöns, und wenn jemand nachfragt, erzähl ich gern die ganze Edelfrosch-Geschichte. So wird ein notierter Geistesblitz manchmal der Anfang eines spontanen Gesprächs über Liebe und faszinierende Anekdoten, die ich dann auch gleich mit meiner Sauklaue notiere.

Natürlich haben nicht alle Ideen eine Berechtigung, aber das weiß man oft erst nach ein paar Tagen, Wochen, Monaten. Und so werde ich mich hüten, Ideen nicht aufzuschreiben. Es ist unendlich viel leichter, einen Mülleimer für Ideen zu finden, als die flüchtige Idee, die man vor drei Monaten nicht notiert hat. Superspannende Artikel zum Thema Ideenwirtschaft und Kreativität liefert übrigens das brandeins-Archiv. Besonders empfehlenswert finde ich den bereits erwähnten Artikel Die Gestörten von Wolf Lotter.

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