Blog

Die märchenhafte Welt der Ruth Frobeen!


Archive


Mücken an der Wand, das Cover

gepostet von: Ruth Frobeen | gepostet am: Mai 30th, 2017 | 2 Kommentare

Was ein schönes Cover ist, entscheidest du!

Mit mir ist es ganz schlimm, denn ich suche Bücher häufig nach dem Cover aus. Es gibt so viele Bücher, die um die Aufmerskamkeit der Leser buhlen. Welches soll ich da in die Hand nehmen? Ich kann ja nicht alle Klappentexte lesen. Also greife ich gezielt und beherzt zu, wenn mich ein Cover ästhetisch anlacht. Wenn Titel und Cover mich nicht sofort ansprechen, schweift mein Blick weiter. Chance verpasst. Manche Bücher entdecke ich nur, weil mein kluger Buchhändler sie mir unter die Nase hält wie eine Flasche Wein mit hässlichem Etikett. (Wirklich, ich bin manchmal so oberflächlich. Schlimm.)

Jedenfalls! Das hier ist das Cover meines Romans Mücken an der Wand. Da das Buch schon im Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) eingetragen ist und die üblichen Verdächtigen sich da die Daten und Cover ziehen, wollte ich es im Blog zeigen, auch wenn das Buch erst im LOVEMBER rauskommt.

 

Die Entstehung des Buchcovers hat eine Weile gedauert. Es fühlte sich ein bisschen an wie die Suche nach dem Hochzeitskleid. Dir gefällt ein Kleid wirklich gut, aber irgendwie bist du nicht die Frau im Spiegel. Das nächste Kleid ist auch schön, aber es sitzt nicht richtig. Das übernächste ist ein Träumchen, aber der Preis! Und jetzt haben wir hier ein Cover, das eine Gemeinschaftsarbeit ist und mit dem ich sehr glücklich bin. Sogar meine kleine Tochter hat dazu beigetragen (sie hat mich am/im Meer fotografiert).

Ich hoffe, es gefällt euch und ihr gebt ihm eine Chance, wenn ihr es irgendwo liegen seht. Und weil ja neben einem Cover vor allem der Inhalt eines Buches interessiert, habe ich hier noch einen minikleinen Auszug aus einer Szene, in der Ylvie Unverdorben mit ihrer neuen Freundin Margrét unterwegs ist. Quasi einmal aufgeschlagen und ein paar Zeilen zum Anlesen.

Eine Stunde später saßen sie müde und mit leichtem Sonnenbrand im Auto, winkten Silvia zu und machten sich dann auf den Weg zurück nach Vík. Unterwegs hielten sie noch für ein paar Fotos in einer Bucht. In den letzten Tagen hatte Ylvie überwiegend im Haus fotografiert. Kleine Details in ihrem Zimmer, tanzende Sonnenpunkte an der Wohnzimmerwand, Enni beim Schlafen, einmal hatte sie auch Elín in ihrem roten Kimono fotografiert, aber nur von hinten. Margrét setzte sich an den Strand und beobachtete Eiderenten und Graugänse, während Ylvie herumlief und sie von allen Seiten fotografierte. Margrét fühlte sich offensichtlich wohl, denn sie posierte lächelnd.

»Fotografierst du schon immer?«, fragte sie und warf ihren Kopf neckisch nach hinten.

»Nein, ich habe erst damit angefangen, als mein Bruder gestorben ist. Damals habe ich mir vorgenommen, jeden Tag ein Bild zu machen. Das mache ich bis heute.«

Margrét verzog mitfühlend die Mundwinkel und der Wind trug das Schnattern der Gänse zu ihnen herüber. »Es ist eine Art Therapie. Ich konzentriere mich auf Momente, suche das Schöne im Alltag. Es ist die ständige Suche nach Ästhetik, nehme ich an.«

»Aber was hat das mit deinem Bruder zu tun?«, fragte Margrét und drehte Ylvie den Kopf zu.

»Nichts! Es hat nur etwas mit mir zu tun.«

Margrét dachte kurz darüber nach, dann nickte sie. »Verstehe …«

In dieser Geschichte ist alles möglich. Vielleicht. Und ich freue mich über das Interesse daran. DANKE. <3

LOVEMBER – Working Heart

gepostet von: Ruth Frobeen | gepostet am: Mai 29th, 2017 | 2 Kommentare

LOVEMBER – für eine Operation am eigenen Herzen braucht man Mut …

Am Wochenende habe ich einen Impuls-Workshop mit dem Titel LOVEMBER – Working Heart gegeben. Ich möchte hier kurz zusammenfassen, womit wir uns beschäftigt haben. Kurz vorweg: LOVEMBER bedeutet für jeden etwas anderes. Ich definiere es als die Zeit, die ich mir für meine Herzensprojekte gebe. (Wenn ich mir die Zeit gebe, ist es ein Geschenk an mich selbst.)

Wir haben als erstes unsere Herzensprojekte vorgestellt. Da war zum Beispiel die Teilnehmerin mit den Kurzgeschichten, die einfach mal Zeit braucht, um diese Geschichten alle aufzuschreiben und in eine Form zu bringen. Oder die Teilnehmerin, die in eine Stadt verliebt ist und jetzt klar kriegen möchte, ob das eine dauerhafte Beziehung sein kann oder nur ein Urlaubsflirt ist. Manche Teilnehmer hatten noch kein Herzensprojekt, das sie benennen konnten, wollten aber gerne eins haben. Da haben wir ein bisschen gegraben und gemeinsam ein paar Samen gesät.

Tut mir leid, aber es gibt keine Gründe, die uns an irgendetwas hindern. Wir hindern uns selbst.

Nach der Vorstellung unserer Projekte haben wir die Gründe identifiziert, die uns an der Umsetzung hindern. Wir haben gute Gründe genannt, die uns davon abhalten, uns voll und ganz unseren Herzensprojekten zu widmen: Zeit, Geld, Verpflichtungen, schlechtes Gewissen, Perfektionismus, Selbstabwertung, Bequemlichkeit, Angst vorm Scheitern, Qualität, geplatzter Traum, Priorisierung und Energiemangel sind valide Gründe, die uns hindern, den Hintern hochzukriegen und dem Ruf des Herzens zu folgen. Und dann kam auch noch die Ent-Täuschung. Denn es gibt keine Gründe, die uns wirklich daran hindern, an unseren Herzensprojekten zu arbeiten! Wir schieben diese Gründe vor und hindern uns selbst. Der Verstand tut es und wir fügen uns, weil wir glauben, der Verstand wird schon Recht haben. Wenn wir das glauben, vernachlässigen wir vor allem den Mut, der in uns wohnt. Leider geben wir ihm häufig nur sehr wenig Raum, vielleicht eine kleine Herzkammer, in der er wohnen darf. Manchmal bläst er sich auf, dann machen wir etwas, das wir für verrückt halten. Dann quillt unser Herz vor Freunde über, großartig – mehr davon!

Zurück zur Ent-Täuschung und zum Verstand, der uns mit den Gründen daran hindert, an unseren Herzensprojekten zu arbeiten. Wir alle glauben bestimmte Gedanken, die wir haben. Und diese Glaubenssätze führen dazu, dass wir uns im Kreis drehen statt vorwärts zu gehen. Ganz beliebt ist der Gedanke „Ich habe keine Zeit, dieses oder jenes zu tun.“ Oder ganz konkret: „Ich habe keine Zeit, ein Buch zu schreiben.“ Natürlich wissen wir, dass wir nur eine bestimmte Zeit zur Verfügung haben, deshalb teilen wir sie ein. Der Gedanke „Ich habe keine Zeit für dieses oder jenes“ führt dazu, dass wir glauben, Zeit einzusparen, die wir dann anders nutzen können. Lustigerweise Traurigerweise nutzen wir Zeit häufig eher für sinnlose Dinge als für Dinge, die wir wirklich machen wollen. Ich sage nur Zerstreuung im Internet…

Es gibt eine Methode, die ich seit vielen Jahre hilfreich finde und anwende, um Dinge zu hinterfragen, die ich glaube und die mir nicht gut tun. Die Methode heißt The Work und wurde von Byron Katie entwickelt. Sie ist sehr simpel und effektiv und besteht aus vier Fragen: Ist das, was ich glaube, wahr? Kann ich mit absoluter Sicherheit wissen, dass das, was ich glaube, wahr ist? Was macht es mit mir, wenn ich glaube, dass dieser Gedanke wahr ist? Was wäre ich ohne diesen Gedanken? Wenn man sich diese Fragen gestellt hat, kehrt man den Glaubenssatz um und sucht Beispiele, wo diese Umkehrung passt. In unserem Beispiel wäre das dann „Ich habe Zeit, dieses oder jenes zu tun.“ Eine weitere Frage, die man sich bei dieser Methode stellen kann, ist „Wie behandele ich mich und andere, wenn ich diesen Gedanken habe?“ Wer die Arbeitsblätter von The Work machen möchte, kann sie sich auf der Website von Katie runterladen. Ich empfehle auch, ein paar Videos anzuschauen, um die Methode in Aktion zu erleben.

Zurück zu unseren Herzensprojekten. Wir haben unsere Projekte benannt, die Gründe identifiziert, die uns an der Umsetzung hindern, und haben vielleicht schon erkannt, dass diese Gründe für uns nicht gelten können, wenn wir das Ziel unserer Projekte erreichen möchten.

Was für ein Ziel verfolgt man mit seinem Herzensprojekt?

Die Ziele unserer Projekte können ganz unterschiedlich sein. Da es aber um Herzensprojekte geht, spielen vermutlich bei vielen Zufriedenheit und Sinnstiftung (auch für uns selbst) eine große Rolle. Und es wäre schön, wenn wir dabei nicht verarmen… Ich halte es für sehr wichtig, keinen zu großen Druck aufzubauen, wenn wir an eigenen Projekten arbeiten. Denn dann schaltet sich schnell der Verstand ein und findet wieder ein paar Gründe, warum das alles sinnlos ist. „Wenn du eh keinen Verlag für dein Buch findest, musst du es auch nicht schreiben. Das ist Zeit-, Energie- und Geldverschwendung. Es gibt so viele Bücher, auf deines hat keiner gewartet.“ Wenn wir das glauben, kann das zu Frust, Stress und ungesunden Verhaltensmustern führen. Wenn wir das glauben, machen wir weiter wie bisher, sperren unseren Mut in eine Herzkammer ein und grummeln mit uns. Und dann grummeln wir auch mit anderen und sind unzufriedene Kotzgurken.

Unzufriedenheit blockiert Sinnstiftung für sich und andere

Ich möchte dem Mut Platz geben, auch wenn das zu viel Aufregung in meinem Leben führt. Die Aufregung wendet sich meistens ins Positive und führt zu Interaktion. Ich muss mit meinen Projekten nicht allein sein, wenn ich das nicht möchte. Wenn ich Hilfe benötige, frage ich danach und kriege sie auch. Wenn ich Zeit brauche und das kommuniziere, finden wir in der Familie immer eine Lösung. Wenn ich Geld brauche, arbeite ich dafür. (Man kann auch darum bitten. Das ist gar nicht so schwer, wie der Verstand dir weismachen möchte.) Wenn ich keine Energie habe, suche ich erstmal die Energievampire und sperre sie weg, und nehme dann mein Ladekabel (die Leidenschaft), um wieder Energie zu tanken. Wenn ich Angst vorm Scheitern habe, sorge ich dafür, dass der Mut mehr Platz bekommt als die Angst. Und wenn ich tatsächlich scheitere, dann habe ich wenigstens die Zufriedenheit des Versuchs.

Ich möchte jeden, der ein mehr oder weniger konkretes Herzensprojekt hat, dazu einladen, folgende Fragen für sich zu klären:

Was ist das Wunschgefühl, das du mit dem Projekt verbindest?

In welchem Zeitraum möchtest du dein Projekt umsetzen?

Wie stellst du sicher, dass du dich an deinen Zeitplan hältst?

Brauchst du Hilfe? Von wem kannst du Hilfe kriegen? Gibt es vielleicht Gleichgesinnte?

Es ist auch hilfreich, das Herzensprojekt und das damit verbundene Ziel (wenn es eines gibt) ganz klar zu formulieren und zu visualisieren. Was siehst du? Wo bist du? Was fühlst du?

Wir können für andere arbeiten und für uns selber nicht?!?

Und zu guter Letzt möchte ich anregen, sich selbst als Top-Kunden zu behandeln. Denn für unsere Kunden sind wir immer leistungsfähig und liefern die bestmögliche Qualität. Warum nicht für uns selbst? Weil wir uns nicht bezahlen??? Das darf nun wirklich kein Grund sein, warum wir uns eher damit beschäftigen, was Frauen über 30 oder 40 oder 50 noch tragen dürfen als an unserer Zufriedenheit zu arbeiten. Wir entscheiden nämlich selber, was wir dürfen. Und wir dürfen zufrieden sein und ohne Druck an unseren Herzensprojekten arbeiten, wenn wir das wollen.

LOVEMBER – Working Heart.

  • Seite1 of 164
  • 1
  • 2
  • 3