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Die märchenhafte Welt der Ruth Frobeen!


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Mein Roman Mücken an der Wand ist da!

gepostet von: Ruth Frobeen | gepostet am: November 25th, 2017 | 0 Kommentare

Seit ein paar Tagen laufe ich täglich mit tintenverschmierten Fingern zur Post, zwischendurch lache ich erleichtert oder bin in Schockstarre, weil es endlich soweit ist: Mein Buch Mücken an der Wand ist da und Leute lesen es bereits! Uff. Ich hatte noch nicht einmal Zeit, hier im Blog etwas zu schreiben, geschweige denn eine Buchparty zu feiern (die kommt noch, das habe ich mir selbst versprochen). Aber heute will ich mir etwas Zeit nehmen, denn meine Nixe möchte Wellen schlagen und die Geschichte bei euch stranden lassen… Das Tattoo habe ich mir vor einem Monat von Thomas stechen lassen, nachdem die Geschichte längst fertig war. Es erinnert mich daran, was ich alles schaffen kann.

Ich möchte euch erzählen, wie es zu diesem Tattoo gekommen ist. Denn eigentlich habe ich immer gedacht, dass ich mich niemals tätowieren lassen würde. Ein Bild auf der Haut, für immer und ewig? Das konnte ich mir einfach nicht vorstellen. Doch dann entwickelte ich für meinen Roman eine Figur namens Margrét, für die ich ganz viel über Tattoos recherchieren musste. Ich tauchte also ein in die Welt der Totenköpfe, Anker und Rosen von Jericho, las noch einmal Bis ich dich finde von Irving, eine Geschichte, die mich im Wechsel faszinierte und nervte. Sprach mit tätowierten Freunden, starrte Leuten im Sommer auf Waden und Oberarme. Und ließ das alles tief sacken. Ich wollte herausfinden, warum sich Leute tätowieren lassen und begann zu überlegen: Wenn ich jemals ein Tattoo haben sollte, dann wo an meinem Körper? Ich fand relativ schnell heraus, dass nur der linke Arm in Frage kommen würde. Es war so ein Gefühl, dieses besondere, elektrisierende Tattoogefühl! Ich nenne es Tattoofieber. Mein imaginäres Tattoo wanderte von der Schulter an den Unterarm, weil ich dachte: Wer sieht schon meine Schulter?

Ich ratterte im Kopf alle möglichen Motive durch, bis ich mir sicher war: Eine Pfingstrose sollte es sein! Ein paar Wochen später hatte ich auch Thomas endlich gefunden, allerdings war aus der Pfingstrose mittlerweile eine Nixe geworden. Und das kam so: Ich surfte gerade im Internet und landete per Zufall bei einem Artikel, in dem es um das Sternzeichen Wassermann ging. Da ich Wassermann bin, las ich die ersten Zeilen, war fasziniert und las den ganzen langen Artikel. Kannte mich diese Autorin etwa? Oder woher kannte sie all diese Charaktereigenschaften, die ich habe? Mir war schnell klar: Ich brauche einen Wassermann, der mich immer daran erinnert, wer und wie ich bin. Aber Wassermänner (der Typ mit dem Krug) sind nicht besonders ästhetisch und ein Neptun auf meinem dünnen Arm wäre nicht das Richtige gewesen. Es musste ein eigener Entwurf her. Ich erzählte Thomas, was ich wollte: eine Nixe, auf keinen Fall mit Wallehaar und Muschel-BH. Und tätowiert sollte sie sein. Tja, und nun trage ich eine zauberschöne Nixe am Arm, die mich an meine Eigenschaften erinnert, und die mir hilft, Wellen zu schlagen. Für mein Buch und auch sonst.

Hat mich das Tattoo verändert? Schon ein bisschen, würde ich sagen. Noch mehr hat mich aber das Buch verändert, das ich geschrieben habe. Mücken an der Wand ist als Taschenbuch ab jetzt bei mir direkt und als E-Book auf diversen Plattformen erhältlich.

Bestellt werden kann das Buch per E-Mail an ruth.frobeen(at)email.de, in meinem Edelfrosch-Shop und natürlich bei eurem Buchhändler. Bevor ihr bestellt, noch ein kleiner Hinweis: Bestellt ihr bei mir direkt, zahle ich keine Gebühren an eine Plattform und muss keinen Rabatt an eine Buchhandlung gewähren. Bestellt ihr bei DaWanda oder im Buchladen, bleibt deutlich weniger bei mir als Autorin hängen. Natürlich verkaufe ich gerne über eure liebsten Buchläden, vor allem, wenn die gleich mehrere Exemplare bestellen. Wird jedoch nur 1 Exemplar bestellt, habe ich vor allem eins: viel Arbeit und wenig Geld (Einmal vor Augen führen: Ich übernehme die Versandkosten und gewähre einen ordentlichen Rabatt. Ich hoffe, ich verscherze es mir jetzt nicht mit den Buchläden, aber als Einzelkämpferin muss ich das sagen dürfen.) Ich weiß, dass manchen das nicht bewusst ist. Deshalb schreibe ich es hier. :)

Wow, und jetzt schnüre ich noch ein Päckchen und stelle endlich den Sekt kalt, den ich schon seit Tagen zu trinken versuche!

Die Kultur der Möglichkeiten

gepostet von: Ruth Frobeen | gepostet am: November 16th, 2017 | 0 Kommentare

Es gibt keine Zauberstrategie für den Erfolg irgendeiner Sache.

Das wäre auch langweilig, weil dann alles nach Schema F gemacht würde. Furchtbar langweilig, unaufregend und unkreativ. Lehrbuchmäßig. Unmöglich.

Es gibt also keine Zauberstrategie. Aber es gibt Möglichkeiten. Unendlich viele Möglichkeiten. Die Kultur der Möglichkeiten erlaubt uns, mutig, selbstbestimmt und eigenmächtig Entscheidungen zu treffen – und Entscheidungen zu treffen ist aufregend! Das Herz klopft. Die Hände schwitzen. Die Pupillen sind erweitert (Ja, schau ruhig in den Spiegel und staune!). Im Moment der Entscheidung verbindet sich die aufgeregte Flattrigkeit der Möglichkeiten mit dem klaren, ehrlichen Ja! Man hat vielleicht sogar das Gefühl, abzuheben. Das hört sich nach Liebe an? Das ist auch Liebe! Wenn wir uns entscheiden, wählen wir aus unendlich vielen Möglichkeiten. Wir legen uns fest. Wir lieben das Ding, für das wir uns entscheiden. Zumindest glauben wir, es mehr zu lieben als die anderen Möglichkeiten.
Die Kultur der Möglichkeiten also. Sie führt dazu, dass wir gleichzeitig Ja! und Nein! sagen. Denn wer Ja sagt, sagt immer auch Nein. Nein, die Pizza bestelle ich nicht, denn ich bestelle Gnocchi. Nein, ich fahre nicht Bus, denn ich gehe zu Fuß. Nein, ich biete das Buch keinem Verlag an, denn ich verlege es selbst. Wir wägen ab und entscheiden uns für das, was wir für das Beste halten. Natürlich irren wir uns auch mal. Dann können wir gegensteuern, wenn wir nicht zu faul sind und die Fehlentscheidung als gegeben hinnehmen. Wir haben die Freiheit, uns in jedem Moment zu verändern. Ich finde das irgendwie beruhigend.
In meinem Roman geht es auch um Möglichkeiten, und um Menschen, die Wege einschlagen und Entscheidungen treffen. Als ich mit dem Schreiben begann, standen mir für die Geschichte alle Möglichkeiten offen. Ich musste viele Entscheidungen treffen, um der Geschichte eine Form, ein Gesicht und eine Sprache zu geben. Die Entscheidungen gelten nur für dieses Buch. Und nur ich konnte sie treffen. Das ist schon eine große Verantwortung! :D
Und nun stehen der Geschichte alle Möglichkeiten offen. Sie kann fliegen und irgendwo landen. Ich hoffe, das tut sie. Ich wünsche mir für die Geschichte, dass sie von Menschen geliebt wird. Nicht von allen natürlich, denn wie soll das gehen. Jeder liebt etwas anderes. Aber manche werden einen Platz für sie haben, werden sie anschauen und sich auf sie einlassen. Die Geschichte hat eine Menge zu geben, ich habe viel hineingesteckt. Ich bin gespannt, wo sie landet und sich einnistet.

Nächste Woche kommen die Bücher und ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie aufregend das für mich ist. Ich liebe die Charaktere. Sie sind höchst eigene Schätze und meine Freunde. Und jetzt räume ich mein Büro um, damit ich die 1000 Bücher unterbringen kann. Die E-Books werden übrigens auch gerade eingetütet. Es laufen viele Dinge im Hintergrund und ich bin gespannt wie Bolle, auf welche Weise die Mücken bei den Lesern landen.

Wer ein Rezensionsexemplar haben möchte, kann sich gerne bei mir melden. Ich freue mich über ernstgemeinte Anfragen.

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