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Die märchenhafte Welt der Ruth Frobeen!


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Märchen & Chick Corea – Autorenlesung mit Ruth Frobeen

gepostet von: Ruth Frobeen | gepostet am: Februar 18th, 2017 | 0 Kommentare

Kommt alle! Ich lese am 25. Februar aus dem Märchenbuch Es war einmal neulich … in der Kirchengemeinde St. Stephan in Wandsbek. Dazu gibt es schicke Klaviermusik: Chick Corea, 20 Children’s Songs. Kleine Signierstunde im Anschluss, wenn jemand Märchen mit nach Hause nehmen möchte. :o)

Ich freue mich auf viele bekannte und unbekannte Gesichter. Mit etwas Glück wird meine Assistentin, das Apfelmädchen, dabei sein … Lasst euch überraschen! Neue Märchen braucht das Land.

Gespräch mit Ylvie Unverdorben – Romanfigur und Sexbuchautorin

gepostet von: Ruth Frobeen | gepostet am: Februar 4th, 2017 | 1 Kommentare

Dass Autoren mit ihren Romanfiguren sprechen, ist ja weithin bekannt. Ich dachte mir, ich stelle euch die Hauptfigur des Romans Mücken an der Wand vor, indem ich sie selbst zu Worte kommen lasse. :o)

Gespräch mit Ylvie Unverdorben

Ylvie, erzähle ein bisschen über dich. Wer bist du, was machst du, und was hast du in dem Buch Mücken an der Wand verloren?

Ich heiße Ylvie Unverdorben – und nein, das ist kein Künstlername. In den vergangenen Jahren habe ich einige Sexromane geschrieben, die mich quasi über Nacht berühmt gemacht haben. Mich persönlich langweilen diese Bücher, aber das Publikum fährt total darauf ab. Die Bücher zu schreiben war gewissermaßen eine Droge, um den Schmerz zu betäuben, den der Tod meines kleinen Bruders ausgelöst hat. Aber damit ist es jetzt vorbei! Ich habe beschlossen, die Rolle der Erotikautorin abzulegen und bin ans Ende der Welt gefahren, um wieder ich selbst zu werden. Was die Medien mit dir machen, wenn du berühmt bist, ist ja nicht gerade lustig … vor allem, wenn alle glauben, dein Intimleben zu kennen.

Das Ende der Welt ist ein kleines Dorf auf Island, da leben ca. 300 Menschen. Und da spielt auch der Roman Mücken an der Wand, in dem ich eine Hauptfigur bin. Weitere Charaktere sind Tom, Elín, Margrét und der grummeligste alte Mann, den man sich vorstellen kann. Der Krämer leidet an einem gebrochenen Herzen und will keine Ausländer bedienen, weil seine Frau mit einem Amerikaner durchgebrannt ist. Mit dem Alten komme ich auf keinen grünen Zweig und ich verstehe nicht, warum seine Enkelin, meine Freundin Margrét, bei ihm wohnen bleibt.

Was ich in dem Buch verloren habe? Gar nichts. Im Gegenteil. Ich finde eine Freundin und stelle fest, dass alles möglich ist. Alles! Unglaublich, aber wahr. Wobei – was ist schon wahr? Hmmmm. Darüber muss ich nachdenken.

Was ist deine Lieblingsszene?

Vielleicht die Szene auf der Fähre, in der ich mit Tom über Mücken diskutiere. Die Mücken sind wichtig, deshalb sind sie auch im Titel gelandet. Es sind natürlich keine echten … Ach, das verstehst du, wenn du das Buch dann liest! Sehr beeindruckend finde ich auch die Szene, als ich in den Pool springen muss, um das Ding zu retten.

Was für ein Ding?

Das weiß ich ehrlich gesagt nicht genau. Ein Ding ohne Körper. Das klingt vielleicht ein bisschen spooky, aber dieses Ding braucht die Hilfe von Elín. Sie ist ein Elfenmedium – und Toms Schwester. Tom glaubt nicht an das Elfenvolk, das macht die Sache ein bisschen kompliziert. Aber so ist das auf Island, die eine Hälfte der Isländer glaubt an Elfen, die andere nicht. Ich bin mir nicht ganz sicher, vor allem, nachdem ich das Ding aus dem Wasser gezogen habe und diese gelbe Qualle am Strand lag … Wenn Elín auftaucht, bringt sie gleichzeitig Ruhe und Unruhe in das Buch. Eine seltsame, liebenswerte Figur. Sie sieht ein bisschen aus wie Orlando von Virginia Woolf.

Erzähl uns etwas von deiner Freundin.

Margrét? Oh, sie ist fantastisch! Sie hat ein Geheimnis, das sie mir verrät. Ich denke, ich bin ihr eine gute Freundin. Margrét ist die Enkelin des alten Krämers. Sie ist loyal, witzig und ein herzensguter Mensch. Oh, und sie trinkt Schnaps. Wenn ich ein Mann wäre, würde ich mich sofort in sie verlieben! Ich möchte jetzt nicht zu viel erzählen… Wir stecken ja noch mitten in der Überarbeitung.

Was ist dein Lieblingssatz?

Das ist schwierig. Diese zwei Sätze gefallen mir zum Beispiel: „Es gibt Tattoos, die sind wie eine Erinnerung an eine Party. Und es gibt Tattoos, die sind die Party.“ Ich lerne viel von den anderen. Vor allem von Margrét.

Der Roman wird jetzt überarbeitet. Was wünschst du dir von der Autorin?

Naja, ich kann verstehen, dass der Roman erstmal aus meiner Sicht geschrieben werden musste. Schließlich bin ich die Hauptfigur und die Autorin musste in meine Gedankenwelt eintauchen. Ich fände es ganz gut, wenn sie jetzt den Blick von außen wählen würde und das Buch entsprechend umschreibt.

Die Figuren gefallen mir alle sehr gut, nur Tom könnte eine Spur markanter sein. Er ist ein bisschen wankelmütig, aber vielleicht muss er so sein. Das entscheidet letztlich die Autorin. Aber wenn ich mir noch eine Sache wünschen darf, dann ist es eine Haarfarbe. Ich habe keine Ahnung, welche Haarfarbe ich habe! Hat man das schon mal erlebt? Eine Hauptfigur, bei der die Haarfarbe nicht gesagt wird?!

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